Treiber geht im BW-Bank-Cup in Führung
Landesmeister ist Günter Treiber mindestens noch eine Woche – bis zu den Landesmeisterschaften in Ichenheim. Aber spätestens seit seinem Sieg in der zweiten BW-Bank-Qualifikation von Waldachtal am Samstag gehört der Pferdewirtschaftsmeister und Nordbaden-Regionaltrainer zu den Favoriten im BW-Bank-Cup – dieser Titel fehlt dem 46-jährigen Eppelheimer noch.
Nach einer von Phil Schmauder knifflig gebauten Runde, in der der spätere Sieger zu den fünf fehlerfreien Reitern zählte, überlegte Günter Treiber kurz, ob er überhaupt im Finale antreten sollte. Denn eigentlich ist sein zehnjähriger Holsteiner Cassis von Natur aus nicht der Schnellste. Aber dann kam es anders. „Heute zog er gut durch“, bescheinigte Treiber seinem Wallach, den er „als das beste Pferd, das ich je hatte“, bezeichnet.
Eigentlich war der Mannheimer Armin Schäfer der Favorit. Er versteht sich mit dem Zangersheide-Hengst Drops van Overis Z, den er im Frühjahr vom Pfälzer Berufsreiterchampion Thomas Wittemer übernommen hat, prächtig. Im Stechen verschätzte sich der starke Mannheimer dann aber etwas, so dass er mit dem sicherlich schnellsten Pferd im Wettbewerb ein Zehntel hinter dem Sieger blieb. Den dritten Platz belegte Timo Beck, der mit der sprunggewaltigen Stute Angka das jüngste Pferd im Feld zeigte – die Holsteiner Stute ist erst acht Jahre alt. Mit ihr ist der „Hallen-Beck“ nun zurück im Spiel. Lea-Sophia Gut wollte es wissen, schaffte im Sattel ihrer vorsichtigen Stute Canturia die beste Zeit, streifte aber in einer engen Wendung mit dem Stiefel den Ständer. Thomas Mang belegte mit der großen Grand Zara Rang fünf. Mario Walter, der mit Cora de la Rosa aus eigener Zucht als schnellster „Vierer“ auf dem sechsten Rang landete, liegt jetzt Kopf an Kopf mit Günter Treiber auf Rang eins der laufenden Wertung nach zwei von vier BW-Bank-Qualifikationen. Die nächste findet gleich Anfang August auf den Immenhöfen in Donaueschingen statt.
Sorgen machen sich die Springreiter allerdings um die Zukunft des Waldachtaler Turniers, das zu den schönsten und größten des Landes zählt. Turnierchef Dirk Brünz, der die Leitung von seinem verstorbenen Bruder Andreas übernommen hat, ließ durchblicken, dass er als Unternehmer die Doppelbelastung der Turnierorganisation nicht öfter auf sich nehmen kann. Nun suchen Reiter und Partner eine Lösung, wie sie das Turnier im Norden des Schwarzwalds retten können.
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