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Montag, 01.07.2024 um 14:49

Qualifikation der Virtus Reiter für die EM in England

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Während in Balve die körperbehinderten Reiter um den Sieg in der Deutschen Meisterschaft im Parasport kämpften, trafen sich die Reiter mit intellektueller Beeinträchtigung zum Vorbereitungslehrgang für die bevorstehenden EM in Winchester/England in Ansbach.

Der Lehrgang und die am Sonntag internationale Video Competition (virtuelles Turnier) wurde von der Landestrainerin für den Parareitsport in Bayern Uta Härlein mit viel Sach-verstand und Einfühlungsvermögen durchgeführt. Die von ihr ausgewählten Leihpferde des Pferdezentrums Ansbach machten es den Teilnehmern leicht, sich auf ihren Sport-partner einzustellen.

Beteiligt waren 5 Reiter und Reiterinnen von Sprungbrett e.V., die von ihren Heimtrainerinnen begleitet wurden:

  • Max Abing (Neuenkirchen)
  • Franziska Hidding (Kalthof),
  • Florian Kaplirz (Bad Mergentheim)
  • Tatjana Raible (Horb a. Neckar)
  • Janine Schwirblat (Münster)

Immer wieder beeindruckend ist der Motivationsschub durch ein solches Teamevent und der spürbare Zusammenhalt in der Gruppe.

Von dem Ehrgeiz anstecken ließen sich auch 4 Reiter der Lebenshilfe Lauf, die gleichzeitig einen Lehrgang mit Frau Härlein hatten. Für alle Teilnehmer war es wertvoll zu sehen, wie das aktuelle Leistungsniveau dieser Reiter im Hinblick auf eine zukünftige Teilnahme bei Virtus zu bewerten ist.

Die Ritte der Virtus Video Competition werden internationalen Richtern zur Bewertung vorgelegt. Die zu erwartende Wertung gilt nicht mehr für die bevorstehende EM. Berücksichtigt wurden hierfür Ritte bis Ende Mai 2024.

Inzwischen liegt die Meldung vor, dass sich für das deutsche Team 5 Reiterinnen und Reiter deutschlandweit qualifiziert haben.

Mit dabei sind 4 Vereinsmitglieder von Sprungbrett e.V.

Finanziert wurde das Wochenende von Spenden, darunter vom WPSV, über Sprungbrett e.V., in dem insgesamt 5 Teilnehmer Mitglieder sind, denn anders als die körperbehinderten Reitern erhalten die intellektuell Beeinträchtigten keinerlei Unterstützung durch das DOKR, da sie noch vom Parareitsport ausgeschlossen sind.

Für die Finanzierung der EM fehlen noch Förderungen und Spenden.

Das Ziel muss die Anerkennung auch der geistig beeinträchtigten Athleten im Reitsport sein, die bereits international über DBS klassifiziert sind.

Dazu ist die Einbindung in das DOKR erforderlich, damit auch alle Reiter und Reiterinnen mit Behinderung im Parareitsport finanziell unterstützt werden und die Ungleichheit ein Ende nimmt.

Der Dank der Teilnehmer gilt allen, die sich unermüdlich für dieses Ziel einsetzen. (PM)

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