Weilheim: Marbacher Familienwettbewerb
Zum Familienwettbewerb traten zwei Familien aus dem Haupt- und Landgestüt Marbach an. Familie 1 bestand aus drei blutgeprägten Schimmelstuten: Silberdistel/T. (Il Divo xx – Dschehim ox) und ihren beiden Töchtern Silberraute/T. (Zauberreigen/T. – Il Divo xx) und Silberlinde/T. (Giuliani/T. – Il Divo xx). Familie 2 bildeten die Stute Winnipeg (Worldly – Hylit/T.) und ihre Tochter Demokratie (Doubtless – Worldly) sowie ihr Sohn Delacroix (Decurio – Worldly).
„Damals in den achtziger Jahren gab es auf jeder Stutenschau an die 45 Familien! Die Familien hatten damals eine ganz andere Bedeutung, damals gab es noch nicht so viele Hilfsmittel was die Vererbung bzw. deren Voraussage anging“, läutete Jens Meyer den Familienwettbewerb ein. „Vorweg möchte ich sagen, dass beide Familien die Verbandsprämie erhalten sollen. Ich möchte völlig wertfrei hinzufügen, dass man diese beiden Stutenfamilien nicht unbedingt miteinander vergleichen muss“, führte Jens Meyer weiter aus und sprach damit die unterschiedliche Basis der beiden Familien an.
Familie 1, die drei Schimmelstuten, wurden auf Veredler-Basis gezüchtet, was heutzutage nicht mehr oft durchgeführt wird. Schaute man sie sich alle drei im Seitenbild an, erkannte man doch einige Gemeinsamkeiten. „Dieses Veredler-Blut im Phänotyp zu haben ist glaube ich etwas sehr Seltenes geworden und man muss einer Institution wie dem Haupt- und Landgestüt Marbach dankbar sein, dass sie dies erhalten – ich glaube, das wird Früchte tragen“, schwärmte Jens Meyer weiter.
In der zweiten Familie war der Zuchtfortschritt zwischen den Generationen eindeutiger erkennbar. Von der Mutterstute Winnipeg zur Tochter Demokratie war ein deutlicher Anstieg der Modernität zu erkennen. Dennoch wies auch Demokratie ein Fundament auf, das auf Langlebigkeit hindeuten lässt.
Beide Familien wurden mit der Schärpe und einer Plakette ausgezeichnet.
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