Württembergische Mannschaftsmeisterschaften Voltigieren: PSK Alb-Donau sichert sich Wanderpreis des WPSV
In Ulm stand die zweite Sichtung für Gruppen, Einzel-und Doppelvoltigierer zur Deutschen Meisterschaft und zur Deutschen Jugendmeisterschaft an.
Nach Ulm-Wiblingen war das Sichtungsgremium aus Landestrainerin Christine Steffen-Widmann, Andrea Blatz, Stefanie Schönenberger und Petra Reichelt gereist, um die Leistungen der einzelnen Aktiven genau zu beobachten, zu analysieren, Steigerungen gegenüber der letzten Sichtung und das Potenzial im Hinblick auf die Meisterschaften zu sehen. Christine Steffen-Widmann beobachtete den Nachwuchs genau, immer auf der Suche nach Talenten, die zu den Lehrgängen eingeladen werden können. „Das Corona-Loch ist im Voltigieren immer noch nicht geschlossen, viele Vereine haben nach Corona gar nicht mehr mit dem Training begonnen“, bedauert sie. Ihr Ziel ist zu fördern. Nur bei einer breiten Basis gibt es auch eine Spitze.
Seit Jahresbeginn gibt es auch im Voltigiersport ein neues Regelwerk, neu ist, dass es erlaubt ist ein „Buddypferd“, also einen Pferde-Kumpel, an den Eingang zum Wettkampfzirkel zu stellen. Positiv im Sinne des Pferdes wurde dies in Ulm-Wiblingen gesehen und davon regen Gebrauch gemacht. Für Neulinge im Turniersport gut: Die Pferde kommen im Zirkel runter, ihre Nervosität ist geringer. Neben den Sichtungsprüfungen wurden in Ulm-Wiblingen auch Wettbewerbe für Turniereinsteiger ausgeschrieben, die Resonanz war derartig gut, dass der erste Turniertag damit komplett ausgefüllt war. Bei den S-Gruppen war das Starterfeld überschaubar, nur drei Gruppen stellten sich dem Richterteam. Aber es gab auch schon Zeiten, da ging nur eine S-Gruppe an den Start, von daher also positiv. Sieger wurde die Mannschaft Pegasus Mühlacker mit der Longenführerin Antonia Adelhelm und der Wertnote 7,075. Mühlacker hat neben dem eingesetzten Pferd Däumling noch den gleichwertigen Nexter einsatzbereit und ist damit gut aufgestellt. Der Abstand zur nächsten Gruppe war groß, mit 6,348 belegte die Mannschaft RC Waldhöfe Rang zwei. Rang drei ging an den PSV Roggenburg, die bayrische Gruppe startet inzwischen für den württembergischen Verein RSZ Illertissen. Bei den Juniorgruppen ging die goldene Schleife an EnBW Juniorteam Bad Friedrichshall. Bei den Einzelvoltigierern U21 siegte Zoe Spreng vom RSZ Illertissen als einzige Starterin, bei den S-Einzel siegte Stefanie Hägele im Technik- und Normalprogramm. Bei den Junior-Einzelvoltigierern siegte Leni Allinger mit der einzigen Wertnote über sieben in dieser Prüfung. Im Doppelvoltigieren gingen bei den Junioren und im altersoffenen Doppel jeweils drei Paare an den Start. Im Juniordoppel ging die goldene Schleife nach Bad Friedrichshall an Lucia Reichelt und Emma Theile, in der altersoffenen Klasse nach Welzheim an Simon Reber und Sabine Leutz. Die Entscheidung über die Tickets zu den Meisterschaften fällt nach den Landesmeisterschaften in Weil der Stadt im Juli.
Die für den PSK Alb-Donau gestarteten Mannschaften der Vereine Ehingen, Langenau, Illertissen – ein Neuzugang aus Bayern – und Ulm-Wiblingen legten mit Siegen und guten Platzierungen den Grundstein zum späteren Sieg.
Die Einzelvoltigierer aus Ehingen und Illertissen punkteten ebenfalls ordentlich und die Doppelvoltigierer aus Illertissen machten den Sack zu. 292 Punkte gingen auf das Konto des gastgebenden Pferdesportkreises. Deutlich dahinter, mit 196 Punkten, ging Platz zwei an den Vorjahres-Dritten. Den Bronzeplatz belegte in diesem Jahr der PSK Franken, der 2023 den Silberrang belegte. (K/E)
Ähnliche Meldungen
Warte mal kurz...
Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.