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von Maria Jürgens am Freitag, 07.06.2024 um 20:32

Rot am See: Die baden-württembergische Dominanz

Frieda Grüber und Mr. Bubble.  /  © D. Matthaes

Am heutigen Freitag haben die Ponyreiter die ersten Wertungsprüfungen zur süddeutschen Ponymeisterschaft in Rot am See absolviert. Die Reiter aus dem Ländle konnten dabei drei von vier Wertungen gewinnen, einzig in der Wertungsprüfung Dressur Nachwuchs musste sich Baden-Württemberg mit Platz zwei zufriedengeben.

Die Dressurreiter machten den Auftakt am Morgen mit der Dressurprüfung Klasse L**.  Clara Kohoutek rollte mit ihrem achtjährigen Timms Ozzie das Feld von hinten auf. Als vorletzte Starterin zeigte sie eine routinierte harmonische Vorstellung geprägt von sehr korrektem Reiten. Dafür gab es 70,940 Prozent vor Rosa Duong aus Rheinland-Pfalz (70 Prozent). Allegra Hüttig und ihr bewegungsstarker Notre Petit konnten ebenfalls glänzen. Erst seit Anfang des Jahres sind die beiden ein Paar und haben sich gesucht und gefunden. In der ersten Wertung heute kratzten sie an der 70 Prozent-Marke, 69,573 Prozent wurden es schließlich. Mit ihrem hübschen Rappen möchte Allegra in ihrem letzten Jahr im Ponysattel nochmal richtig durchstarten.

Die Schwester der Siegerin, Laura Kohoutek, wurde Vierte mit Der kleine Sunnyboy (69,145), Roxy Wein und ihr Dimacci kamen auf Platz sieben (68,376).

Marys Mammutprogramm

In der Dressurreiter A, die erste Wertungsprüfung Dressur Nachwuchs, hatte das Ländle das Nachsehen hinter Rheinland-Pfalz. Teresa Schreck und der 14-jährige Docelli siegten mit Abstand: 8,5. Auf Platz zwei ritt Mary-Ann Hollenbach, die an diesem Wochenende ein Mammutprogramm absolviert und neben der Dressurwertung auch die Springwertung und die Qualifikationen zum Bundeschampionat reitet. In der ersten Wertung hatte sie Kastanienhof Kentaur WE gesattelt und erhielt eine 8,1. Anna Yara Sophie Keller wurde Vierte mit Nacro’s Dancer (7,6). Auch Mia Oertel (5.), Matilda Buchbach (7.) und Martha Louisa Temme (9.) ritten in die Platzierung.

Schimmelpower von Routinier und Nachwuchs

Im Parcours gaben die Reiter aus dem Ländle ebenfalls den Ton an in den beiden ersten Wertungsprüfungen. In der ersten Wertung Springen Nachwuchs, einer Stilspringprüfung der Klasse A*, siegte Frieda Grüber mit dem routinierten Mr. Bubble. Es macht einfach Spaß, dem nun 15-jährigen Hengst zuzuschauen, wenn er mit gespitzten Ohren durch den Parcours galoppiert, immer fröhlich den nächsten Sprung suchend. Frieda Grüber zeigte eine sehr gute Übersicht, fand immer die optimale Distanz und eine ideale Linienführung. Sie stellte ihr Pony mit einer feinen Verbindung vor, dennoch immer gut unterstützend. Das gab die Tageshöchstnote 8,8 und den Sieg in der ersten Abteilung. Anne Boos und Mary-Ann Hollenbach wurden beide mit einer 8,1 Fünfte. Insgesamt erhielt mehr als ein Viertel des Starterfeldes eine 8 vor dem Komma – das zeigt einerseits die hohe Qualität des Springnachwuchses aber auch den Willen der Richter, höhere Noten zu geben. Wobei sie die Notenskala hätten durchaus noch mehr ausschöpfen können.

In der zweiten Abteilung hatte Hessen die Nase vorn, Vivien Friedli gewann mit Ninja und der Wertnote 8,7. Luisa Sophie Roth und Nachwuchspony Little Laudatio wurden mit einer souveränen Runde Zweite (8,5). Luisa hat den Laudatio-Sohn in diesem Jahr zur Verfügung und bildet ihn mit Unterstützung ihres Vaters weiter aus. Ende des Jahres soll entschieden werden, wie es für den gekörten Schimmelhengst weitergeht. Mary-Ann Hollenbach und Candyman wurden Vierte (8,2).

In der ersten Wertungsprüfung Springen Einzel, ein L-Springen über 1,10 Meter, siegte Maximiliane Fimpel mit ihrem siebenjährigen FBW Damiro SWS aus der Zucht der Familie Steimle. Auch Allegra Hüttig und ihr Gusti blieben fehlerfrei, Platz sechs. Für Luisa Sophie Roth gab es ebenfalls eine Platzierung: Mit ihrem Baileys wurde sie Achte.

Mannschaftsprüfungen am Samstag

Insgesamt sind die jeweils acht besten Ponysportler ihrer Disziplin aus den Landesverbänden Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen am Start. Die Mannschaftsmeisterschaft der süddeutschen Bundesländer findet bereits am Samstag statt. In der Dressur wird der Mannschaftsentscheid als FEI Pony-Dressurprüfung Klasse L**-Trense ausgetragen, die gleichzeitig auch zur Einzelwertung zählt. Bei den Springreitern wird die Süddeutsche Mannschaftsmeisterschaft in einer zusätzlichen Pony-Springprüfung Klasse L (110cm) ausgetragen, bei der die Mannschaften im Nationenpreis-Modus starten.

Maria Jürgens (Redaktionsleitung)

Nach dem Volontariat bei der Tageszeitung zum Pferde-Journalismus gekommen. Am liebsten im Springsattel und auf den Geländeplätzen unterwegs. Die vielseitige Ausbildung liegt ihr sehr am Herzen. Unser Ass für alle Fragen rund um Pferdehaltung, Fütterung und Gesundheit.

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