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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 07.06.2024 um 18:00

Balve: Günter Treiber startet stark in die Deutschen Meisterschaften

Günter Treiber und Cassis starten mit Platz vier stark in die Deutschen Meisterschaften.  /  © Dill

Nach den Dressur-Senioren standen heute die Spring-Senioren im Rampenlicht der Deutschen Meisterschaften beim Longines Balve Optimum. Dabei gelang Günter Treiber eine große Überraschung.

Gleich die erste Wertungsprüfung hatte es natürlich in sich. Der Parcours über 15 Sprünge in der Höhe von bis zu 1,55 Meter der beiden Umläufe hatte es in sich. Eine zwei- und dreifache Kombination sowie unter anderem der große Wassergraben zierte den identischen Parcours der beiden Umläufe. Während früher die Deutsche Meisterschaft der Reiter als Wertungsprüfung der Herren bezeichnet wurde, hat sich das Ganze mittlerweile gewaltig geändert. Denn heute tanzte eine Frau den Männern gehörig auf der Nase herum. Ja, Sandra Auffahrt zeigte den Männern, wo es lang geht. Die Dritte der Vielseitigkeits-EM 2023 setzte auf den 13-jährigen Hannoveraner Quirici und lieferte zwei fehlerfreie Nullrunde, die auch noch richtig schnell waren. Mit einer Zeit von 73,31 Sekunden setzte sie sich gegen Philipp Rüping mit Baloutaire PS durch (74,50 Sekunden). Rüping und Baloutaire hatten in den vergangenen Wochen für starke Erfolge gesorgt und standen unter anderem in Neumünster und zuletzt in Hohen Wieschendorf vorne. Das Starterfeld zeigte sich gewaltig dicht gedrängt, so trennten die Top4-Reiter nicht einmal 0,5 Sekunden. Unter diesen Reitern befand sich auch Günter Treiber. Im Sattel seines gewaltig springenden, zehnjährigen Holsteiners Cassis gelangen ihm zwei bärenstarke Nullrunden. Die Uhr stoppte bei 75,04 Sekunden, was hinter Rene Dittmer mit Corsica für Platz vier reichte. Damit sind die Medaillen für den Nordbadener zum Greifen nahe! Denn Treiber startet mit einer weißen Weste in den Finaltag, eine bessere Ausgangslage gibt’s nicht. Richard Vogel und Cydello waren einmal mehr schnell unterwegs. Leider fiel im zweiten Umlauf eine ärgerliche Stange, was ihn um ein paar Plätze nach hinter warf, gar den Sieg kostete. Mit einer Zeit von 71,63 Sekunden sicherte er sich mit Rang 13 noch eine Platzierung. Über die gleiche Ausgangslage wie Vogel verfügt auch Armin jun. Schäfer mit Costa Gavras. Auch er kassierte heute einen Abwurf. Damit landete er auf Platz 21 und zieht mit vier Fehlerpunkten in den Finaltag ein. Die Entscheidung der Deutschen Meisterschaft der Reiter fällt am Sonntag ab 14.15 Uhr.

Zuvor werden aber schon bei den Damen die Medaillen vergeben. Auch die Ladys starteten heute in die Meisterschaft. Auch hier zeigte sich ein hohes Niveau, zu welchem der mit einen Klippen gebaute Parcours passte. Auch Tina Deuerer und ihr Erfolgspartner Clueso sind erneut nach Balve gereist. Im heutigen Springen über 1,50 Meter kassierten die beiden einen ärgerlichen Abwurf und sicherten sich mit Platz 13 eine Platzierung. In die morgige Entscheidung zeiht Deuerer nun mit vier Fehlerpunkten ein. Der Sieg ging an Emilia Löser mit Dexter Bois Margot.

Deutsche Meisterschaften der Para-Dressurreiter

Nachdem die Deutschen Meisterschaften der Para-Dressurreiter in den vergangenen Jahren bei der Pferd International in München stattgefunden hatte, fallen die Medaillenentscheidungen in diesem Jahr ebenso in Balve. In den ersten beiden Prüfungen zeigte sich eine Dominanz von mehreren Reitern. Die Grades I, II und III werden bei den Deutschen Meisterschaften gemeinsam gewertet und hier setzte sich Heidemarie Dresing mit HORSE24 Dooloop mit 77,6 Prozent völlig überlegen an die Spitze. Hinter ihr folgte Martina Benzinger mit Nautika (74 Prozent). Beide hatten auch schon dem WM-Team von Herning angehört und befinden sich sicherlich in Tuchfüllung zu einer Nominierung für die diesjährigen Paralympischen Spiele. Das gilt mit Sicherheit auch für Anna-Lena Niehues mit Quimbaya. Die Grade IV-Reiterin befand sich heute fast schon in einer eigenen Liga und wurde von den Richtern mit 78,6 Prozent belohnt. Dahinter ging es nicht viel „schlechter“ weiter und Regine Mispelkamp mit Highlander Delight’s (75,6 Prozent) und Isabell Nowak mit Siracusa OLD (73,7 Prozent) lieferten ebenso gute Ergebnisse. Für den Baden-Württemberger Noah Kuhlmann und sein Staatslegende lief es in den ersten Prüfungen noch nicht ganz ideal. So hatte sein Wallach noch ganz schön mit der Kulisse zu kämpfen. In der heutigen Prüfung landete der Reiter vom Bodensee auf Platz sieben.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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