Der „Trensenmann“ gewinnt „Zwei-Sterne“
Der Hufschmied und damit lupenreine Amateur Sebastian Becher aus Tamm hat das Zwei-Sterne-Springen im badischen Weingarten gewonnen – es war sein erster S-Sieg überhaupt. Auch Michael Raupp aus Spöck (Foto: Mimi Jaufmann) holte seine erste goldene Schleife in der schweren Klasse.
Dabei blieb Becher im Sattel seines zehnjährigen Holsteiners Cassvic als einziger Starter im Normalparcours ohne Fehler; somit gehörte ihm der Sieg im Großen Preis sogar ohne ein Stechen. Der 36-jährige Beschlagsschmied freute sich riesig über den überraschenden Erfolg, der möglich wurde, als sich der bis dahin schwer erfolgreiche Jungprofi Daniel Güss im Sattel seines Ausnahmepferdes Cookie Dough verbummelte und einen Zeitfehler in Kauf nehmen musste. Er wurde Zweiter. Becher hat den Holsteiner gemeinsam mit seiner Frau Marie, einer gelernten Pferdewirtin aus der Schule von Helmut Hartmann, selbst ausgebildet – übrigens genauso wie Leonie Kriegs Euro-Pferd Champerlo.
Zu einer besonderen Berühmtheit als „Trensenakrobat“ gelangte Becher im Juli vergangenen Jahres bei den Landesmeisterschaften in Schutterwald, als sein Wallach im Parcours die Trense verlor, sein Reiter sie aber geschickt vom Sattel aus wieder aufzäumte. Das Reiterjournal-Video von der Szene wurde damals über 100 000 Mal angeschaut.
Und noch einen glücklichen „Erstling“ sah man am Sonntag in Weingarten: Michael Raupp aus Stutensee-Spöck, selbst Turnierleiter auf seinem Hausturnier und im vergangenen Jahr Teilnehmer an deutschen Amateur-Meisterschaften. Raupp siegte im Sattel seines Oldenburgers Sandoz erstmals in einem S-Springen, dem Zwei-Phasen-Springen vor dem Großen Preis (rok).
Ähnliche Meldungen
Warte mal kurz...
Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.