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von Leonie Wolff am Dienstag, 21.05.2024 um 07:54

"Hansi" Dreher einmal mehr unschlagbar

Hans-Dieter Dreher nimmt den Pokal aus Winterlingen mit  /  © Roger Müller

Mit dem Morgen des Pfingstmontags war in Winterlingen auch der letzte Turniertag für die Springreiter gestartet. Doch wie es für ein großes Turnier üblich ist, findet immer erst am Abschlusstag der Große Preis statt. Bei Andy Witzemann auf der Anlage war dieser eine Springprüfung der Kl. S** mit Stechen, in der sich entscheiden sollte, wer als strahlender Sieger der großen Tour nach Hause fahren wird. Bereits im Umlauf zeichnete sich ab, dass es zu einem rasanten Stechen kommen würde, denn das sehr starke Starterfeld überzeugte vor allem durch sehr vorsichtige und vermögende Pferde. Mit vielen Schwierigkeiten und auch wahren Klippen ausgestatten, war der Parcours des Umlaufs zwar mit schönen Linien, jedoch nicht für alle Reiter ganz einfach gestaltet. Doch Phil Schmauder und Gregory Wiegand, die Parcoursbauer am vergangenen Wochenende, gelang eine Punktladung. Man wünscht sich ca. ein Drittel der Starter in einem Stechen, was bei 39 Startern exakt 13 Starter sind. Und siehe da, man sah 13 Starterpaare im Stechen wieder.

Das Stechen wurde von Roel Holthuizen eröffnet, der im Umlauf bereits zeigte, dass er und seine Messdona PS bereits ein eingespieltes Team sind. Jedoch waren es zwei Abwürfe, die die Beiden in Kauf nehmen mussten. Am Ende Rang 11 für das Paar. Tim Hoster, der einmal mehr den sehr vorsichtigen Casalito-Sohn Claus gesattelt hatte, legte eine blitzschnelle Runde hin und kam fast drei Sekunden eher ins Ziel als der spätere Sieger. Allerdings fiel eine Stange, sehr ärgerlich, trotzdem war es am Ende Platz 7. Die erste fehlerfreie Runde kam von einer jungen Amazone, die mit ihrem Lucky eine feine und sichere Runde zeigte. Alina Hertwig hatte diesen 14-jährigen Lord Z-Sohn gesattelt. Strahlend fiel sie ihrem Lucky um den Hals, der in 43,50 Sekunden ins Ziel sprang. Alina Hertwig riskierte im Stechen noch nicht alles, wodurch die Zeit durch engere Wendungen und ein höher angelegtes Grundtempo noch zu schlagen war und sie auf Platz 6 brachte. Dies gelang als erstes Sven Schlüsselburg, der im Sattel seiner eleganten schwarzen Viceversa de la Roque platzgenommen hatte. Alle hielten die Luft an, als er in der Wendung zu einem Steilsprung etwas den Galopp verlor und ziemlich dicht an den Sprung kam. Doch die Kannan-Tochter zeigte ihr großes Herz und kam ohne Fehler ins Ziel. Am Ende Platz 5 für die Beiden. Auf den Rängen 1 bis 4 sollten später wenige hundertstel Sekunden entscheiden, wer den Pokal mit nach Hause nehmen würde. Adrian Schmid, setzte mit dem gewaltig springenden Crisu ein klares Statement. Seine Zeit jagte zuerst Tina Deuerer, die mit ihrem langjährigen Partner Clueso eine flüssige, schnelle und zugleich sichere Runde aufs Parkett zauberte. Doch es war nicht mal eine halbe Sekunde, die sie am Ende langsamer war als Adrian Schmid. Ebenfalls an die Zeit heran kam Thomas Mang, der mit Grand Zara einen echten Überflieger an den Start brachte. Mit zwei hundertstel Sekunden war er langsamer als Tina Deuerer und somit auch wie Adrian Schmid. Damit war das Podest klar – konnte man meinen.

Doch einer kam noch, den man gewiss immer auf dem Schirm haben muss, wenn es ins Stechen geht. Hans- Dieter Dreher, der mit seiner erst 9-jährigen Forpleasure du Molin eines seiner Nachwuchspferde an den Start brachte, wusste die flinke Galoppade und die Wendigkeit der Stute gekonnt für sich zu nutzen und knackte die Zeit von dem bislang führenden. Somit ging der Sieg an Hansi Dreher, Adrian Schmid wurde zweiter und Tina Deuerer freute sich über Rang drei.

Ebenfalls durften sich Franziska Ritter, Sebastian Adams, Alexander Schill, Sebastian Heller und Alessandra Reich über eine Platzierung freuen.

Frank Wieland siegt in der Morgensonne

Cataleya Z überzeugt unter Frank Wieland  /  © Roger Müller

In der Punkte-Springprüfung über 1.40 m, die bereits am Morgen des Pfingstmontags startete, hatte Frank Wieland die Nase vorn. Mit voller Punktzahl setzte er sich an die Spitze. Dicht auf den Fersen war ihm Anastasia Wetzstein, die sich mit Galita den zweiten Rang sichern konnte. Platz drei ging hier an Armin Engelhardt und den Fuchs-Wallach OBC Lord Engi.

Leonie Wolff (Werkstudentin)

Studiert Germanistik und Sportwissenschaften in Stuttgart, unterstützt währenddessen die Redaktion und das Social Media Team. Schreibt am liebsten Porträts und über den Springsport und ist selbst im Springsattel bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs.

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