Große Freude bei Marc Poppel in Wingterlingen und ein Sieg auf Ansage
Bereits gestern fanden einige Touren in Winterlingen ihren Abschluss und so wurde auch entscheiden, wer im Finale der mittleren Tour die goldene Schleife mit nach Hause nehmen würde. In einer Zwei-Phasen-Springprüfung über 1.40 m sollte sich entscheiden, ob die Sieger und Platzierten der vorangegangenen Prüfung diese Tour weiterhin dominieren würden. Da sich Andy Witzemann auch in dieser Tour über ein enormes Starterfeld freuen durfte, wurden die ersten Springen dieser Tour in zwei Abteilungen platziert. Im Einlaufspringen hatten Michael Herhalt und Sebastian Adams die Nase vorn. Im zweiten Springen mischten sich die Karten bereits neu und nun standen Adrian Schmid und Ferdinand Talmon ganz vorn. Doch im Finale, da gab es eine große Überraschung. Die Beiden sind bekannt für rasante Runden und auch dafür, dass sie, wenn alles liegen bleibt, nicht zu schlagen sind. Die Rede ist von Marc Poppel und seinem Dalton, die sicherlich eine ganz besondere Geschichte verbindet. Denn der ehrgeizige 16-jährige Wallach macht es seinem Reiter nicht immer ganz einfach und es bracuht viel Fingerspitzengefühl, um ihn gekonnt durch die schwere Klasse zu führen. Doch gelang es Marc Poppel in den letzten Jahren immer mehr, dieses Gefühl zu entwickeln und die große Galoppade für sich zu nutzen. Natürlich war das Starterfeld stark genug besetzt, um die Zeit von 25.37 Sekunden von Marc Poppel noch zu schlagen, doch bis zum Schluss blieb er ungeschlagen. Einzig die Runde von Sebastian Adams wurde ihm gefährlich. Am Ende wurde es jedoch Rang zwei für den im Einlaufspringen siegenden und seinen Wallach Viva Vulkano. Selina Köhl, die sich mit einer starken und sicheren Runde und null Fehlern in 27.23 Sekunden ins Ziel sprang, freute sich am Ende über den dritten Rang. Ebenfalls Adrian Schmid, der dieses Wochenende einige Schleifen aus Winterlingen mit nach Hause nimmt, zelebrierte eine feine Runde und steuerte seine Cellestial-Tochter Cellestial’s Curly zu Platz 4 in 27.63 Sekunden. Chaccosandra , eine gewaltig springende Tochter des Chacco-Blue zeigte der nachfolgenden Konkurrenz, wie spielerisch man den Parcours überwinden kann. Ihr Reiter Roel Holthuizen drehte sich nach dem letzten Sprung noch einmal um, die Null stand! Die Zeit von 27.68 Sekunden reichte schlussendlich für den fünften Rang. Ebenfalls wieder in einer Siegerehrung von Winterlingen dabei war Benjamin Wulschner, der in dieser Tour unter andere, den Westfalen-Wallach Sir Tweehues gesattelt hatte. In 27.90 Sekunden sprangen die Beiden durch die zweite Phase.
Des Weiteren Platziert in diesem Springen waren Lukas Weiler, Rossen Raytchev, Armin Engelhardt, Sebastian Heller und weitere.
Ein Sieg auf Ansage!
Dass man sich um ein gutes Abendprogramm bei den Winterlingen Winners keine Sorgen machen muss, das wussten auch die Nachbarn, die von der Dachterrasse aus das Barrierespringen in der Terra-Tex Arena feierten. Doch nicht nur sie, auch das wirklich sehr zahlreiche Publikum klatsche für insgesamt 16 Starterpaare, die den Mut besaßen, in diesem besonderen Springen an den Start zu gehen. Klar war, das Starterfeld war teilweise sehr erfahren in solchen Springen. Unter anderem auch der spätere Sieger Adrian Schmid, der im letzten Stechen nahezu mühelos über einen knapp zwei Meter hohen Steilsprung sprangen. Er hatte dies bereits Angekündigt, als die Frage kam, wie hoch sein Pferd springen könne. „In London gewann er gegen Whitaker über zwei Meter“ lautete die Antwort von Schmid, der erneut im Sattel von Deva v. Schlösslihof platzgenommen hatte. Und so sollte es kommen! Keinem anderen gelang es, die gesamte Reihe fehlerfrei zu überwinden. Nico Leber, der ein solches Springen zuvor noch nie bestritt, hatte etwas Pech. Vinicius, sein 9-jähriger Erfolgspartner sprang ebenfalls mit einer zugleich schönen und vorsichtigen Manier über die zwei Meter Hürde. Die Stange blieb liegen. Jedoch viel am vorletzten Sprung die Stange. Mit einem Lachen im Gesicht und trotzdem stolz auf sein Pferd verließ er den Parcours. Die in Winterlingen heimische Bereiterin Jessica Lachenmaier war ebenfalls in das letzte Stechen eingezogen, doch bei ihr und auch bei Andreas Wittlinger und Rolf Hartmann fiel die letzte Stange.
Doch alles in allem war es das Publikum und die grandiose Stimmung, die die Reiter unterstützten und feierten.
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