CCI Marbach: Erste Entscheidungen in Parcours und Gelände
Gleich an zwei Schauplätzen war bei der Internationalen Marbacher Vielseitigkeit bereits heute Morgen etwas geboten. Um 9 Uhr startete Sven Lux im Stadion als erster Starter des CCI2*-S-Springens in den Parcours und lieferte mit Quantum eine saubere Nullrunde ab. Eine starke Leistung, die den beiden mit ihrem Dressurergebnis von 27,1 Punkten den Sprung auf Platz zwei vor dem, am Nachmittag stattfindenden Cross, einbrachte. Als dritter Starter absolvierte Lux´ Chef Michael Jung im Sattel des großrahmigen Braunen Dzoker den Kurs ebenfalls souverän ohne Fehler und behauptete damit die Spitzenposition im Ranking. Bei der Schweizerin Kerstin Häusermann fiel an Sprung neun eine Stange – sie liegt mit Isselhook´s Iroko TSF und 29,8 Zählern dennoch aktuell auf Rang drei. Um 15.30 Uhr werden in dieser Prüfung erneut Sven Lux und Quantum den Auftakt im entscheidenden Gelände machen.
Selektiv zeigte sich das Gelände der langen Zwei-Sterne-Prüfung. Vor allem das schmale Trapez 23b erwies sich als Klippe und sorgte für Vorbeiläufer und Stopps. So auch bei der bis dato Führenden Lea Ruff, die mit Lennard leider ebenfalls an diesem Sprung ausschied. Ohne Fehler aus dem Marbacher Gelände kam hingegen Dirk Schrade, der sich damit auf der erst siebenjährigen Bacalar mit 30,8 Punkten die Führung vor dem Springen sichern konnte. Mit lediglich 1,2 Zeitfehlern galoppierten Sonja Kirn und ihre Erfolgsstute Carla Bruni gewohnt souverän durch den Kurs und positionierten sich so mit 32,3 Punkten auf dem vorläufigen Platz zwei. „Ich war sehr glücklich. Es hat sich superschön angefühlt und vor allem mega viel Spaß gemacht. Ich hatte keinen schlechten Sprung. Es hat sich alles gut reiten lassen und Carla war frisch bis ins Ziel“, lobte Kirn ihre Stute. Ebenfalls nur Zeitfehler, nämlich 2,8, wurden auf das Konto von Faye Füllgraebe-Jung und dem, von Jürgen Haizmann in Beihingen gezogenen, Ignatz addiert- aktuell bedeutet dies mit 35,2 Punkten Platz zwei. „Er hat das alles so easy und sicher gemacht. Ich hatte ein super Gefühl“, freute sich Füllgraebe-Jung.
Auch das Gelände der langen und leider recht schwach besetzten CCI4*-Prüfung mit 5700 Metern Streckenlänge ist bereits entschieden und auch hier hat sich ein Führungswechsel ergeben. Auf seinem frisch galoppierenden und gewaltig springenden Fuchs Vassily de Lassos ließ der 65-jährge Altmeister Andrew Hoy für Australien keinen Zweifel an seinem Können aufkommen. Er absolvierte den Cross mit 0,4 Zeitfehlern und konnte sich damit auf die Spitzenposition setzen. 4,4 Zeitfehler waren es hingegen beim Führenden Dirk Schrade und Casino, was die beiden einen Platz nach hinten auf Rang zwei vor dem Springen rutschen ließ. Als Einzige ohne Fehler durch den Kurs schaffte es die Schwedin Frida Andersen auf Stonehavens Baby Blue – momentan Platz drei.
In wenigen Minuten startet mit Kevin McNab und Scuderia 1918 A Best Friend das erste Paar ins Gelände der 4*-S-Prüfung. Es bleibt also hochspannend im schönen Marbach!
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