Spanier fordern Dorothee Schneider heraus
Die Grand Prix-Kür auf dem Mannheimer Maimarkt vor einigen Tausend Besuchern verlief spannender als gedacht – zwei Spanier forderten die deutsche Olympiasiegerin Dorothee Schneider heraus. Als sich ihre Stute Fohlenhofs Rock’n Rose vom großen Maimarkt-Stadion sichtlich beeindruckt zeigte, wurde es in der Entscheidung ziemlich knapp.
Der Sieg auf dem „Pulverfass“ kam nach einer erneuten reiterlichen Meisterleistung zustande. 74, 175 Prozent lautete das Siegerergebnis. Es war die erste Kür-Vorstellung des Paares überhaupt. „Ich habe mich intensiv mit der Psyche des Pferdes beschäftigt“, erklärte Dorothee Schneider, die in Mannheim zur erfolgreichsten Dressurreiterin des Turniers wurde, „deshalb wusste ich, dass sie zwar übermotiviert und aufgeregt war, aber trotzdem auf meiner Seite“. Die Stute, die von Oliver Luze ausgebildet worden ist, habe „alle Möglichkeiten“.
Überraschenderweise kam die Rheinländerin Britta Rasche-Merkt auf dem 15-jährigen Lusitano-Hengst Xerez nahe an die Framersheimerin heran. Der kompakte Iberer zeigte spektakuläre Piaffen und Passagen; Britta Rasche-Merkt ist Spezialistin für Schauprogramme. Dritter wurde dann ein spanischer Reiter, der seit Jahren in Deutschland lebt: Borja Carrascosa, WM-Teilnehmer 2014, auf Al Martino.
Das Mannheimer Kür-Finale geriet zur Top-Werbung für den Dressursport. TV-Reitexperte Carsten Soestmeier interviewte die Reiter nach ihrer Vorstellung und die internationale Richterin und Kür-Expertin Katrina Wüst kommentierte anschaulich jeden Ritt. „Das machen wir jetzt immer so“, versprach Turnierchef Peter Hofmann (rok/Foto: Frieler).
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