Hagen: Armin jun. Schäfer siegt in CSI2*-Tour
Olà – so heißt es in diesen Tagen bei Horses and Dreams in Hagen auf dem Hof Kasselmann. Das Gastland ist in diesem Jahr nämlich Portugal. Aber natürlich finden sich bei Deutschlands ersten großen Freilandturnier in diesem Jahr noch viele weitere Nationen. Unter den unzähligen großen Namen konnte Baden-Württemberg besonders im Parcours kräftig vorne mitmischen.
Allen voran gelang Armin jun. Schäfer in der zweiten Qualifikation der CSI2* ein starker Erfolg. Im Sattel von Kjandor van Overis gelangen ihm im Zwei-Phasen-Springen über 1,45 Meter in beiden Phasen zwei fehlerfreie Runden. Doch auch die Zeit zeigte sich als unschlagbar. So stoppte die Uhr bei 33,88 Sekunden. Diese Zeit konnte nicht einmal Richard Vogel knacken. Vogel beendete das Springen mit Kalista Saveniere in einer Zeit von 34,21 Sekunden und komplettierte damit die starke baden-württembergische Doppelspitze. Rolf-Göran Bengtsson reihte sich mit Daymian auf Platz drei ein (34,26 Sekunden). Auf dem vierten Platz fand sich ebenfalls ein Baden-Württemberger, der im Moment im Norden stationiert ist. Die Rede ist von Tobias Schwarz der sich mit Quinto Platz vier schnappte. Auch in der CSI3*-Tour war Richard Vogel in die Top5 gesprungen. Im Sattel von Adje gelang ihm auch in diesem Zwei-Phasen-Springen zwei fehlerfreie Runden. Der Sieg ging hier an Michael Viehweg mit Quait Fox.
Besonders versiert reitend zeigte sich Pia-Luise Baur. Sie darf in diesem Jahr wiederum in Deutschlands U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel starten. Zum Auftakt der renommierten Serie gelangen ihr mit ihren beiden Pferden Emeraldo und Clearfeary zwei tolle Nullrunden, die mit zwei Platzierungen, genauer gesagt den Plätzen sieben und acht, belohnt wurden. Darauf kann sie sicherlich gut aufbauen und zugleich hat die Reiterin von der TSG Durmersheim Hardt ein ordentliches Aufrufezeichen gesetzt.
Besonderes Zeichen in der Dressur
Auf dem Dressurviereck durfte noch kein baden-württembergischer Sieg gefeiert werden. Die Siege in der CDI3*-Tour gingen beide Male nach Großbritannien, genauer gesagt an Charlotte Dujardin mit ihrer vielversprechenden Stute Alice and Kicking. Im Grand Prix belohnten sie die Richter mit 74,1 Prozent und im Grand Prix Special standen 74,1 Prozent auf der Anzeigetafel. Auch das an zweiter Stelle platzierte Pferd kennt Dujardin nur zu gut: Carl Hester’s Olympiapferd von Tokio, En Vogue, welcher der Britin gehört. In der CDI4*-Tour, die heute mit einem Grand Pris gestartet ist, wurde es sehr spannend. Denn es trafen so einige Olympiahoffnungen aufeinander. Auch hier setzte sich die Britin Charlotte Dujardin mit ihrem EM-Medaillengewinner Imhotep in völlig überlegener Art und Weise an die Spitze (77,4 Prozent). Neben einer sehr ausdrucksvollen, fließenden und gleichmäßigen Trabtour standen toll ins Bergauf gesprungene Einer- und Zweierwechsel sowie kleinste Galopppirouetten. Aus deutscher Sicht lief es für Frederic Wandres am besten. Bei seinem „Hausturnier“ punktete er sich mit Bluetooth zu Platz zwei (75,3 Prozent). Das könnte schon ein Minischritt in Richtung Olympia-Teamauswahl sein! Carl Hester komplettierte mit Fame das Podest.
Das Hagener Veranstaltungsteam hat sich auch einmal mehr etwas besonderes überlegt: So fahren die drei bestplatzierten Reiter in der Siegerehrung mit dem Auto in die Bahn. Statt aufgeregten und genervten Pferden gibt es für die Zuschauer sehr interessante Interviews mit den Spitzenreitern. Ein tolle Idee in Hinsicht Tierwohl und Vermittlung des Reitsports an die Öffentlichkeit.
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