Tübingen: Benjamin Wulschner macht es noch mal
Zurück im Ländle und schon tanzt Benjamin Wulschner Baden-Württembergs Springelite gehörig auf der Nase herum. Beim großen Springturnier in Tübingen, was auch am zweiten Tag mit Top-Bedingungen und einem besser gestimmten Wettergott zu überzeugen wusste, sah man im Zwei-Phasen-S**-Springen wiederum Benjamin Wulschner an der Spitze. Er hatte gleich drei heiße Eisen im Feuer und wie soll es für ihn anders sein, natürlich ritt er mit all seinen Pferden auf volles Risiko. Am besten ging dieser Plan mit dem neunjährigen Cornet Obolensky-Sohn Con Amore auf. Nach einer fehlerfreien Runde in Phase eins beendete er mit engsten Wendungen und schneller Grundgaloppade die zweite Phase in der Spitzenzeit von 32,29 Sekunden. Guter Grundgalopp und daraus sofort in engste Wendungen umzuschalten, bildete die heutige Herausforderung. Denn der Parcours bestand aus einer Kombination von längeren „Galoppstrecken“ sowie Möglichkeiten für enge Wendungen, um Zeit gut zu machen. Nach einer längeren Strecke zum Galoppieren begann die zweite Phase zugleich mit einer Kombination, was sich als die größte Fehlerquelle herauskristallisierte.
Eine die, wie schon am ersten Tag durch feinstes Reiten überzeugte, aber sich schlussendlich doch geschlagen geben musste, war Tina Deuerer. Im Sattel von Perry KHR hatte sie mit einer schnellen Zeit von 33,14 Sekunden lange das Feld angeführt. Bis Benjamin Wulschner kam und die Zeit toppte. Am Ende blieb ein dennoch bärenstarker zweiter Platz. Günter Treiber reihte sich heute mit seinem sehr vorsichtig und kraftvoll springenden Erfolgspartner Cassis auf Platz drei ein. In der zweiten Phase hatte er es wahrlich drauf angelegt, doch schlussendlich konnte auch er die Zeit von Wulschner nicht toppen (33,32 Sekunden). Auch Sascha Braun gelang heute eine Top-Platzierung. Braun wusste einmal mehr den großen Ehrgeiz seiner Schimmelstute Horse Gym’s Cylana in die richtigen Wege zu leiten und durfte sich ebenso über zwei Nullrunden freuen. Mit einer Zeit von 34,66 Sekunden reichte es für Platz vier vor Julian Stahl mit seinem kleinen und sehr flinken Prinz Paolino (34,90 Sekunden). Alina Hertwig und ihr großrahmiger Erfolgspartner Lucky lieferten einmal mehr eine konstant gute Leistung und wurden mit Platz sechs belohnt (36,22 Sekunden). Zu den weiteren Platzierten zählten Leonie Krieg mit Constanzehof’s Happy Bellini, Pascal Lindner mit Uljanka, Franziska Ritter mit Chilli Chianti, Alessandra Reich mit Oeli, Maurice Alshehab mit Saphir und Sebastian Heller mit Quinaro. Tübingen fungiert auch in diesem Jahr als Sichtung für den Preis der Besten sowie die Deutschen Jugendmeisterschaften. Im S**- Springen hinterließ Elena-Malin Reitzner mit ihrem Bayado einen guten Eindruck. Nach einer fehlerfreien Runde in der ersten Phase kassierte sie in der zweiten Phase zwei Abwürfe, wodurch sie knapp die Platzierung verpasste.
Mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages wurden die Schleifen übergeben. Morgen stehen neben dem Großen Preis unter anderem die Sichtungsprüfungen für die Children, Junioren und Jungen Reiter auf dem Programm.
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