Tübingen: Lenny Maier siegt in Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal
Da hat wohl jemand eine ganz klare Mission: Lenny Maier machte bei der ersten Qualifikation im Nürnberger Burg-Pokal der Springjunioren eine ganz klare Ansage. Der Sieger von 2023 möchte ganz klar seinen Titel in diesem Jahr verteidigen. „Wir gehen den Nürnberger Burg-Pokal noch einmal an und klar, wäre die Titelverteidigung ein Traum“, erläutert Lenny Maier. Doch, wer beim heutigen Stilspringen der Klasse M genauer hinschaute erkannte, dass Lenny Maier nicht im Sattel von seinem letztjährigen Finalpferd Antonia saß. Vielmehr setzte er zum Serienauftakt auf die 17-jährige Lylly de Baloubet. Eine flinke, eigensinnige, spezielle Stute, genau so wie der letztjährige Landesmeister und Württembergische Meister seine Pferde mag. Lenny Maier hat für solche Pferde ein Händchen und genau dieses Einfühlungsvermögen auf verschiedenste (spezielle) Pferde kam in der heutigen Runde zum Vorschein. Der Parcours, welcher über einige Herausforderungen, wie beispielsweise mehrere Kombinationen sowie zum Abschluss eine Distanz und auch eine knapp bemessene Zeit, verfügte, meisterte Lenny Maier schön in einem Fluss. Lenny Maier weiß, wie er die Stute reiten muss. „Sie ist immer sehr rappelig, sehr ehrgeizig und besitzt ein riesiges Kämpferherz“, erläuterte Lenny Maier. Mit einer frischen Grundgaloppade gelang den beiden eine sehr harmonische Runde, welche die Richter mit einer starken 8,4 belohnten. Das bedeutete der Sieg und die Mission Titelverteidigung ist damit eingeläutet.
Auf den weiteren Plätzen folgten starke Springmädels, die schon jetzt Vorfreude auf diese Saison weckten. Hierbei bildete vor allem die Zweitplatzierte, Jana Roth vom RFV Fronhofen, eine große Überraschung. Im Sattel ihrer flinken und clever mitdenkenden Württembergerin Layla (Z. Josef Konle) gelang ihr eine gleichmäßige und flüssige Runde. Auch sie agierte in jeder Situation absolut richtig. Beispielsweise ritt sie die letzte Distanz sehr entschieden und wählte einen Galoppsprung weniger, was gelang. Der Lohn war die Traumnote 8,2. Dieses Paar muss man in dieser Saison genauso wie die beiden Drittplatzierten Mia Cara Brugger mit Barry Brown Escaille und Leonie Hammann mit Madame Petite auf der Rechnung haben (8,1). Ersterer gelang gleich als zweite Starterin eine flotte und sehr sichere Runde. Auf dem fünften Platz folgte ein Dreierpack und so reihten sich hier Vroni Grüber mit Calle Max, Hanna Elisabetha Oelmaier mit Cloé und Maxime Füß mit Nippon de Carmel ein. Sie erhielten eine glatte 8. Ebenso zu den Platzierten zählten Max Hartad mit Pluchino, Lena Habisreutinger mit Attack van’t Koningshof, Klara Enzinger mit Charlotte und Nick Semler mit Conradus.
Wie schon bei der ersten Qualifikation der Dressurjunioren in Pforzheim zeigte sich auch in Tübingen ein breites Starterfeld. Das ist sehr erfreulich und zeigt einmal mehr, dass die beliebte U18-Serie in beiden Disziplinen zu den wichtigsten Säulen der Nachwuchsarbeit im Ländle zählt. In diesem Jahr kann über sieben Stationen Punkte gesammelt werden. Die 15 Punktbesten qualifizieren sich dann für das große Finale in Stuttgart.
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