Tübingen: Benjamin Wulschner düst bei Wind und Wetter zum Sieg
Der April macht, was er will – das heutige Wetter entsprach wahrlich diesem Spruch. Das war jedoch kein Problem für das Turnierteam beim großen Springturnier in Tübingen. Es wurde angepackt und das Beste aus dem verrücktspielenden Wettergott gemacht. Das Resultat beste Bodenbedingungen und Top-Sport. Der Parcours im ersten S-Springen über 1,40 Meter war reell gebaut. Gleich zu Beginn des Parcours zeigte sich eine Doppeldistanz, darauf folgten im Verlauf der Parcours zwei Kombinationen. Tina Deuerer legte mit ihrem langjährigen Erfolgspartner gleich als zweite Starterin eine hohe Messlatte und beendete den Parcours 62,26 Sekunden. Sollte das für den Sieg reichen? Die Antwort ist nein. Ihre Führung hielt bis zum 42. Starter von insgesamt 45 Startern. Denn dann übernahm der nun wieder in Baden-Württemberg beheimatete Berufsreiter Benjamin Wulschner mit der flinken Oldenburger Fuchsstute Shere Khanua PS die Führung. Er beendete den Parcours nicht nur fehlerfrei, sondern auch in einer Spitzenzeit von 59,23 Sekunden. Mit ihm wird man bei den großen Springen auch in Zukunft rechnen müssen. Schnelles, fokussiertes Reiten und immer enge Wendungen, gehören einfach zu seinen Stärken. Kommen wir noch einmal zu Tina Deuerer. Sie ritt zusätzlich zum Canstakko Sohn Clueso ebenfalls den nun neunjährigen DSP Hengst Emrado D und den 13-jährigen Fuchswallach Perry KHR. Mit allen drei Pferden blieb sie nicht nur fehlerfrei, sondern platzierte alle drei Pferde in dem Springen über 1.40 m. Hut ab! Perry, den Tina Deuerer von Hannah Schleef (zurück) übernahm, platzierte sich an zweiter Stelle (61,67 Sekunden) vor seinem Stallkollegen Clueso. Neunter wurde der jüngste im Bunde – DSP Emrado.
Ebenfalls für schnelles Reiten bekannt ist Sascha Braun. Ihm gelang mit dem 15-jährigen Oldenburger Wallach Chacvaro eine weitere schnelle Nullrunde (62,88 Sekunden) und reihte sich nur knapp hinter Tina Deuerer auf Platz vier ein. Dem nicht genug, auch die Cornaldo I Tochter Horse Gym‘s Cylana steuerte Sascha Braun fehlerfrei durch den anspruchsvollen Parcours und platzierte sie an achter Stelle. Hinter Braun rangierte der stets konstant abliefernde Berufsreiter Günter Treiber. Er beendete den Parcours mit seinem Cassis in 63,55 Sekunden und rangierte auf Platz fünf. Die amtierenden BW-Bank Hallenchampions Markus Kölz und DSP Dornadello knüpften an ihre Leistungen aus dem Vorjahr an und beendeten das Eröffnungsspringen der großen Tour an diesem Wochenende auf Platz sechs. Auch Pascal Lindner mit Uljanka und Simon Runte mit Casalorado schnappten sich eine Top10-Platzierung. (lw und msb)
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