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Mittwoch, 17.04.2024 um 19:14

Tübingen – Paris: Olympiahoffnungen in Tübingen

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Zum zweiten Mal veranstaltet die Tübinger Reitgesellschaft (TRG) am kommenden Wochenende ihr Großes Reitturnier als reines Springturnier. Nach dem unerwartet großen Zuspruch 2023 rechnete Turnierleiter Tommy Henig dieses Jahr eigentlich mit weniger Teilnehmern. Doch wegen der gleich hohen Zahl von 1000 Nennungen starten die Prüfungen jetzt schon ab Donnerstagmittag.

„Es hat sich in den Springställen des Landes herumgesprochen, dass Tübingen für alle Klassen der Springreiterei – von der Reitpferdeprüfung bis zum 2-Sterne S-Springen – früh im Jahr hervorragende Startmöglichkeiten bietet. Junge Pferde und vierbeinige Spitzensportler können auf dem großen Sandplatz bei fast allen Wetterverhältnissen mit guten Bedingungen rechnen“, sagt Henig, gleichzeitig auch 1. Vorsitzender der Reitgesellschaft.

Insgesamt sind an vier Tagen 24 Prüfungen geplant. Neu gegenüber letztem Jahr ist, dass dieses Jahr in Tübingen wieder zahlreiche Sichtungen für Children, Junioren und Junge Reiter für den Landeskader, Preis der Besten, den Nürnberger Burg Pokal und die Deutsche Junioren Meisterschaften stattfinden.

Das Turnier startet am Donnerstagmittag und ist mit Springpferdeprüfungen und einem M-Springen für junge Pferde (7-8 Jahre) dem Pferdenachwuchs vorbehalten. Freitags findet neben weiteren Springpferdeprüfungen bereits auch die erste S* Prüfung statt. Dazu stehen M-Springen für Amateure und Profis auf dem Zeitplan.

Der Samstag ist mit sieben Prüfungen von L bis S** dicht gebucht, genauso der Sonntag. Die schwerste Prüfung und das Turnierfinale wird wieder der Große Preis von Tübingen ab 16 Uhr sein, eine S** Springprüfung in zwei Phasen. Die Preise werden überreicht von OB Palmer sowie Bettina Löwen, Direktorin der KSK Tübingen, einer der Hauptsponsoren des Turniers.

Über Tübingen nach Paris

„Ich wünsche ich mir, dass für alle klar wird, dass unser Sport Spaß macht, dass wir unsere Pferde lieben und für sie da sind – auch wenn es mal nicht so klappt, wie wir uns das vorstellen“, sagt die junge Wienerin Alessandra Reich.

Die erfolgreiche 28jährige Springreiterin, die sich gerade mit einem Springstall im Unterallgäu selbständig gemacht hat, kann auf eine Top-Saison 2023 zurückblicken. Unter anderen Erfolgen errang sie mit dem österreichischem Team die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Mailand. Für Tübingen hat sie ihre zwei Spitzenpferde Lloyd und Oeli R gemeldet, mit denen sie die berechtigte Hoffnung verbindet, für die Olympiade in Paris nominiert zu werden. Damit wäre sie die erste Springreiterin, die für Österreich bei Olympischen Spielen antritt.

Die Zuschauer können sich außerdem auf zahlreiche erfolgreiche Reiter aus Baden-Württemberg freuen, wie Mohamad Al Shehab, Sönke Aldinger, Tina Deurer, die Geschwister Niklas und Leonie Krieg, Elisabeth Meyer (Lebensgefährtin von Daniel Güss, Günter Treiber sowie den Schleyerhallen-Turniersieger Andi Witzemann.

Organisation und Zuschauerinformationen

Parcourschef ist Ralf Hollenbach aus Mühltal, der als Parcoursdesigner national und international bis zur höchsten Schwierigkeitsklasse tätig ist. Die Turnierleitung liegt bei Thomas Henig sowie den TRG Betriebsleitern Ina Kurz und Ole Rosen. Die Richter sind Peter Bort, Theresia Hertle, Jürgen Kurz, Stefan Tröster, PC-Assistenten: Rainer Krumm und Frank Rothweiler.

An allen Tagen ist der Eintritt frei. Für warm/kalte Verpflegung vom Frühstück bis Abendessen ist gesorgt. Für die Anreise empfehlen sich öffentliche Verkehrsmittel (Stadtbuslinien 2,3,4 bis Haltestelle Ulmenweg), da rund um die TRG nur wenige Parkmöglichkeiten bestehen.  Für private PKWs ist die Zufahrt zur Reitanlage während der Turniertage den aktiven Teilnehmern vorbehalten. Die Durchfahrt nach Bebenhausen ist gesperrt .Auf den Wiesen am Schönbuchrand werden Stallzelte für die Pferde aufgebaut. (PM)

Zeitplan, Teilnehmer-Pferde- und Startlisten sowie alle Ergebnisse finden Sie unter:

https://results.equi-score.de/event/2024/26096/en

 

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