Pforzheim: Lucca Pfeil siegt in Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal
Eine neue Saison des beliebten Nürnberger Burg-Pokals der Dressurjunioren ist eingeläutet. Beim großen Dressurturnier in Pforzheim fand die erste Qualifikation für U18-Dressurreiter statt und dabei zeigte der Hahn im Korb den „Dressur-Mädels“ wo’s langgeht.
Die Rede ist von Lucca Pfeil. Der Junior ist in den L- und M-Dressuren schon lang kein Unbekannter mehr und sammelte auch schon in der vergangenen Nürnberger Burg-Pokal Saison im Sattel seiner 16-jährigen Württembergerin Diamond Lady (Z.: Thomas Casper) Schleifen. Die beiden sind wahrlich ein eingespieltes Team, wobei Lucca Pfeil selbst den heutigen Sieg nicht so richtig erwartet hatte. „Bei unserem letzten Turnierstart hat sie bei den fliegenden Galoppwechseln ein paar Freudenhüpfer gemacht. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es heute so gut geklappt hat. Dass es jedoch für den Sieg reicht, hätte ich wirklich nicht erwartet“, strahlt Lucca Pfeil und fügt hinzu: „Diamond Lady ist immer motiviert, manchmal sogar zu sehr.“ In der heutigen Dressurreiter M hat auf jeden Fall alles geklappt. Lucca Pfeil überzeugte mit einer sehr präzise gerittenen und sicheren Runde, was auch das Richterteam, bestehend aus Sonja Pilton und Tim Koch, bescheinigte: „Das war insgesamt eine technisch sehr sicher angelegte Aufgabe. Gut erkennbar die technische Versiertheit in den Trabseitengängen und in den Übergängen“. Einen kleinen Abstrich machte das Richterduo in den fliegenden Galoppwechseln. „Die Wechsel nach links sind schon sehr sicher. Bei den Wechseln nach rechts könnte die Stute etwas besser durchspringen“, erläuterte Sonja Pilton. Das war jedoch ein Meckern auf hohem Niveau und so zückten Sonja Pilton und Tim Koch eine Traumnote von 8,1. Dieses Ergebnis zeigte einmal mehr den Vorteil einer Dressurreiterprüfung im Nachwuchsbereich auf. Denn Diamond Lady verfügt nicht über überdurchschnittliche Grundgangarten. Vielmehr punktete Lucca Pfeil mit guter Einwirkung. Und wie geht es für ihn nun weiter? „Zuerst einmal wünsche ich mir, dass meine Pferde gesund bleiben und dann würde ich gerne sowohl die Serie weiterreiten als auch bei den Landesmeisterschaften starten“, beschreibt Lucca Pfeil, der vorwiegend mit seiner Mutter, aber auch mit Katrin Burger trainiert.
Hinter Lucca Pfeil reihte sich mit Loryn Würfel eine kleine Überraschung ein, wobei ganz so groß war diese eigentlich gar nicht. Loryn Würfel startet seit diesem Jahr mit Belissimo’s Manniboy auf dem Turnier und reitet in den letzten Wochen von Platzierung zu Platzierung. Heute belohnten die beiden Richter ihre gefühlvoll gerittene Runde mit einer tollen 7,8. „Dein Pferd ist mit drei guten Grundgangarten ausgestattet, was in einer Dressurreiter-Prüfung der Klasse M gar nicht so ins Gewicht fällt. Aber auch in Bezug auf Sitz und besonders die Einwirkung müssen wir sagen, dass Du es echt gut gemacht hast. Die Highlights lagen in den ausdrucksvollen fliegenden Galoppwechseln. Insgesamt eine sichere Vorstellung, wobei wir uns situativ noch bessere Anpassung deiner Zügelführung gewünscht hätten“, erläuterte Tim Koch und vergab eine 7,8. Auf dem dritten Platz sah man zwei echte Routiniers. Emelie Hertwig und ihr Diamonds Rubioso hatten heute jedoch zu Beginn der Prüfung zu „kämpfen“. Denn der sonst so gelassene Wallach sah in einer Ecke Gespenster. Emelie Hertwig wusste dies jedoch gut zu managen und so steigerten sich die beiden über den Verlauf der Prüfung und punkteten vor allem in der Galopptour. Der Lohn war eine 7,6. Erneut zeigte auch Cecile Mutz mit ihrem sympathischen Ponywallach Capri au Lait eine sehr sichere Vorstellung und reihte sich mit einer 7,3 auf Platz vier ein. Auch Joy-Stephanie Maier mit Legamenta (7,1), Helen Maier mit Smilla (6,8) und Ann-Sophie Mayr mit MED-Lissy (6,8) freuten sich über eine Schleife.
Kim Übelhör von der Nürnberger Versicherung freute sich über den guten Zuspruch bei der ersten Qualifikation: „Das große Starterfeld hat uns einmal mehr gezeigt, dass der Wechsel von einer L-Dressur hin zu einer Dressurreiter-M die richtige Entscheidung war. Besonders hier in Pforzheim haben wir jedes Jahr immer ein schönes Starterfeld. In diesem Jahr freue ich mich auf die verschiedenen Stationen. Wir haben die Standorte neu gemischt, wobei natürlich die Qualifikation auf dem großen Mannheimer Maimarkt ein echtes Highlight darstellt“. Für die Dressurjunioren geht es nun vom 4. bis 5. Mai zu genau diesem Highlight und so wird in Mannheim um die nächsten Punkte geritten.
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