Kronberg: Verhaltener Auftakt für Baden-Württembergs Dressurjugend
Der Preis der Besten ist eines der wichtigsten Nachwuchsturniere Deutschlands, da es einer der Sichtungen für die Nachwuchs-Europameisterschaft ist. Klar, dass die Nachwuchsreiter dort alle dabei sein möchten. Doch wer beim Preis der Besten dabei sein möchte, muss im Dressurlager zunächst einmal das erste Sichtungsturnier sowie einen Sichtungslehrgang beim Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen meistern. Diese Stufen haben die Teilnehmer des an diesem Wochenende stattfindenden (zweiten) Sichtungsturniers in Kronberg alle erfolgreich gemeistert. Nun gilt es die letzte Stufe zu meistern und Baden-Württembergs Dressurnachwuchs schlug sich zum Auftakt tapfer.
Die Junioren eröffneten das diesjährige Sichtungsturnier, genauer gesagt musste Clara Kohoutek mit ihrem vielversprechenden Dark Dancer gleich als erste Starterin „ran“. Die Schülerin von Julia Kühn begann mit ausdrucksvollen Trabverstärkungen und Rechts-Seitengängen. Auch die Schritttour gelang losgelassen. Doch dann kam die Übermotivation des Wallachs zum Vorschein. Statt anzutraben, galoppierte er aus dem Schritt an und auch in der Trabtraversale nach links galoppierte Dark Dancer an. Das kostete etliche wertvolle Punkte, da die Galopptour dann wieder gut gelang. Am Ende reihten sie sich mit 67,3 Prozent auf Platz 15 ein, wobei hier mit Sicherheit mehr drin gewesen wäre. Direkt hinter Kohoutek folgte Kaya Wehrle mit ihrem Fürstenprinz (67,1 Prozent), die einmal mehr besonders in der Trabtour mit einem sympathischen Grundschwung zu überzeugen wusste. Noch etwas schüchtern, aber auf einem guten Weg, zeigten sich Juliane Dörr und ihre elegante Finest Black Lady. Nach einem etwas verhaltenen Start in die Prüfung punkteten die beiden vor allem in der Galopptour. Ein undurchlässiges Rückwärtsrichten kostete Punkte. Am Ende reichte es mit 68,8 Prozent für den zwölften Platz. Der Sieg ging in dieser Prüfung an Maria Teresa Pohl mit Lennox (72,7 Prozent).
Auch bei den Jungen Reitern lag heute nicht das letzte Glück auf Seite des Ländles. Pia Casper und ihr Birkhof’s Fair Game rangierten auf dem zehnten Platz (66,6 Prozent). Der Hengst zeigte sich heute noch etwas von der Umwelt beeindruckt, weshalb Pia Casper schon im Trab nicht das letzte Risiko fordern konnte. Im Galopp sprang Birkhof’s Fair Game in den Serienwechseln jeweils einen Galoppwechsel in der Hinterhand nach. Auch Teresa Hoffmeister kam mit ihrem Don Clorentino des Palluds durch die heutige S-Dressur nicht ganz fehlerfrei. So wurden es am Ende 66,5 Prozent und der elfte Platz. Die Bayerin Jana Lang feierte mit ihrem Baron einen überlegenen Sieg (73,5 Prozent).
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