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von Mona-Sophie Wieland am Sonntag, 03.03.2024 um 21:10

Schwendi: 41. WPSV-Sichtungsturnier mit interessanten, neuen Nachwuchsreitern

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Tradition und Reiternachwuchs – zwei Aspekte, die auf den ersten Blick vielleicht keine große Gemeinsamkeiten miteinander haben, jedoch in ihrer Relevanz entscheidend für die Zukunft des Reitsports sind. Der Württembergische Pferdesportverband hat das verstanden und hat dem Reiternachwuchs bereits zum 41. Mal mit dem Sichtungsturnier in Schwendi ein erstes Saisonhighlight geboten. Auch der Landesjugendcup fand dort an diesem Wochenende seinen diesjährigen Auftakt. Demnach waren etliche Augen auf das WPSV-Sichtungsturnier gerichtet.

Die Dressurreiter machten am Samstag den Auftakt. Schon im Vorhinein hatte der WPSV für eine gute Vorbereitung gesorgt. So hatte der Verband für die Aktiven mit neuen Pferden oder Turniereinsteiger ein Aufgabentraining unter Anleitung von Regionaltrainer Holger Schulze ausgeschrieben, das auch gut angenommen wurde. Holger Schulze sichtete den Nachwuchs dann auch beim Sichtungsturnier. Bei den Ponys übernahmen diese Aufgabe Linda Mugrauer und Holger Schulze. Beim Sichtungsturnier selbst konnte man eine gute Mischung aus „bekannten“ Nachwuchsreitern sowie interessanten neuen Paaren sehen. Die Dressurreiter A wurde von Charlotte Ehrhardt vom RFV Bottwartal angeführt. Sie sitzt im Sattel des Württembergers Del Rio (Z.: ZG Rapp), welcher im vergangenen Jahr unter Karen Anett Lempert reihenweise Platzierungen in baden-württembergischen S-Dressuren gesammelt hatte. Charlotte Ehrhardt und Del Rio hatten schon im vergangenen Herbst bei ihren ersten gemeinsamen Turnierauftritten auf sich aufmerksam gemacht und konnten nun in Schwendi an diese Form anknüpfen. Bei den Ponys auf A-Niveau freute sich ein sympathisches Paar vom RFV Ludwigsburg über den Sieg. Matilda Buchbach und ihr zehnjähriger Ponywallach wurden mit einer 7,8 belohnt. Von den beiden wird man im diesjährigen Landesjugend-Cup-Geschehen sicherlich noch einiges hören. Die erste L*-Trense wurde von Greta Grill mit Que Sera vom PSV Donzdorf Alb/Fils angeführt. Auch diese achtjährige Stute mag dem ein oder anderen bekannt erscheinen. Que Sera wurde von Nicola Haug ausgebildet und im vergangenen Jahr bis zur Klasse S vorgestellt. Auch diese beiden sind ein neues, interessantes Paar! Weiter ging es mit einer L-Dressur für Ponys, wo „Altbekannte“ aus dem Landesjugendcup um den Sieg kämpften. Am Ende setzte sich Carla Müller mit Wallstreet (8,0) gegen Pia Dangel durch, die sich mit ihren beiden Ponys Die oder Keine (7,5) und Dream On (7,4) auf den weiteren Podestplätzen einreihte. Beim Turnierhöhepunkt der Dressurreiter, einer L**-Dressur, freute sich Anna Matthes mit dem zehnjährigen DSP-Wallach Dubai über den Sieg. Es war ein Auftakt nach Maß für die beiden, da es der erste gemeinsame Turnierstart war. In Schwendi freuten sie sich mit 63,7 Prozent über den Sieg. Insgesamt sorgten die nicht ganz breitaufgestellten Starterfelder der Nachwuchs-Dressurreiter, besonders auf L-Niveau, für das ein oder andere nachdenkliche Gesicht.

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Neuer Tag, neues Glück oder besser gesagt wurde in Schwendi heute das Dressurviereck gegen den Springparcours ausgetauscht. Auch hier durfte man sich über gute Runden sowie einige neue Talente freuen. Gesichtet wurde von Regionaltrainer Helmut Hartmann und bei den Ponys von Landestrainer Wolfgang Arnold. Gleich zum Auftakt durfte sich Lara Hamm im A*-Springen über die Traumnote 8,0 freuen. Im Sattel von Chirocco hatte sie schon im vergangenen Jahr für einige Traumnoten gesorgt. In Schwendi führten die beiden die Ehrenrunde an. Im A-Springen für Ponys kletterten die Nachwuchsreiter die „Notenleiter“ noch weiter hoch. Am Ende sicherte sich Luisa Hoffmann vom RFV Giengen mit GWH Atari und mit der Traumnote von 8,8 den Sieg vor Mary-Ann Hollenbach mit Candyman (8,2). Besonders bei den Ponys sah man so einige Talente, die die gewisse Lücke im Pony-Springlager irgendwann schließen könnten. In einer weiteren Stilspringprüfung der Klasse A* knüpften die Talente an dieses Niveau an und Savannah Balzano vom RV Waldenbuch-Hasenhof schnappte sich mit Camiro und einer 8,6 den Sieg. Ein prägender Name der Springprüfungen wurde die Familie Sorg. Denn die Geschwister Elin und Colin Sorg dominierten die Springprüfungen. Elin Sorg setzte sich im Stilspringen der Klasse L durch (8,1). In einem weiteren L-Springen setzte sich die U16-Landesjugendcup-Siegerin des vergangenen Jahres Sinja Holl durch. Im Sattel ihrer Stute Chiara gelang ihr eine tadellose Nullrunde, wobei die Zeit von 53,40 Sekunden niemand schlagen konnte. Den Höhepunkt bei den Springreiter bildete ein M-Springen und hier kommen wir wiederum zur Familie Sorg. Denn Colin Sorg führte mit FBW Casillas die Ehrenrunde an. Man kann auch sagen, dass sich der Mannschafts-Europameister in einer eigenen Liga befand. Das Erfolgspaar beendete den Parcours in einer Zeit von 53,86 Sekunden. Bei der Zweitplatzierten Jana Roth mit Layla stoppte die Uhr bei 57,10 Sekunden.

Alles in allem zogen der Württembergische Pferdesportverband und die Regionaltrainer ein positives Fazit, wenn auch die teilweise schmal besetzten Starterfelder auffielen. Die Reitanlage in Schwendi überzeugte einmal mehr mit perfekten Bedingungen und einer Top-Organisation.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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