Ansbach: Doppelsieg für Saskia Löwel und Fürstenballerina Live
Das kann man wahrlich als gelungenes Turniercomeback bezeichnen. Saskia Löwel und ihre Fürstenballerina Live sah man das letzte Mal gemeinsam im Prüfungsviereck des Mannheimer Maimarkts. Dann wurde es um das Erfolgspaar ruhig. Die jetzt zehn Jahre alte Fürstenball-Tochter bekam Pause und Saskia Löwel konzentrierte sich auf ihre jungen Pferde. Hinzu kam vor zwölf Wochen ein schwerer Reitunfall, wobei sich die junge Berufsreiterin drei Querfortsätze der Lendenwirbelsäule brach. Es folgte eine Zwangspause von sechs Wochen für Saskia Löwel. Doch die junge Dame kämpfte sich zurück und sorgte nun im Rahmen des Late Entrys in Ansbach für einen ordentlichen Paukenschlag. Sowohl in der S*-Dressur als auch in der S**-Dressur sicherte sie sich mit ihrer Fürstenballerina Live den überlegenen Sieg. „Wir wollten hier ruhig in die Saison starten. Noch immer bin ich bei einem Wirbel leicht eingeschränkt. Dass das hier so erfolgreich verläuft, hätte ich wirklich nicht erwartet“, strahlte Saskia Löwel. In der S*-Dressur verwies die Sinsheimerin keine Geringere als Lisa Müller mit ihrem Nachwuchspferd Gut Wettlkam’s Dantiamo auf Platz zwei. Löwel und Fürstenballerina Live überzeugten mit einer äußerst durchlässigen Vorstellung mit Highlights in den Trabtraversalen, Galopppirouetten und Serienwechseln (71,7 Prozent). Lisa Müller und ihr achtjähriger Wallach beeindruckten mit einer sehr ausdrucksvollen Trabtour. Im Galopp fehlte hier und da noch die letzte Selbstverständlichkeit, dennoch wurden auch die beiden mit starken 71,4 Prozent belohnt. Unter die Platzierten reihten sich im stark besetzten Feld der S*-Dressur auch Ines Fleischmann mit DSP Bella Benicia (69,4 Prozent) und Anna-Louisa Fuchs mit Fino Royal (68,1 Prozent). Doch kommen wir wieder zu Saskia Löwel und Fürstenballerina Live. Auch am zweiten Tag gaben die beiden in der S**-Dressur den Ton an und sicherten sich mit 71,9 Prozent die goldene Schleife. Auch heute brillierten die beiden mit Ausdruck, Korrektheit und viel Gleichmaß. Einziges (kleines) Aber bildete der nicht ganz optimale Durchsprung in der Rechts-Galopppirouette. Passend zur heutigen Intermediaire I steht auch Saskia Löwel’s Saisonziel. „Ich möchte gerne beim IWEST Dressur Cup mitreiten“, beschreibt Saskia Löwel. Ein Paar, das man für das Cupgeschehen mit Sicherheit schon jetzt auf der Liste haben sollte. Auf den weiteren Plätzen der Intermediaire I folgten Sophia Scheld mit Dark Velvety (70,2 Prozent), Marion Fohrer mit Finlay (70 Prozent) und Alexandra Mayr mit Freaky Friday (69,5 Prozent).
Das Ansbacher Late Entry wurde in diesem Jahr sowohl von bayerischen als auch baden-württembergischen Reitern gut angenommen und bestach durch ein sehr hohes Niveau. „Wir sind sehr zufrieden. Im Vergleich zum vergangenen Jahr zeigte sich ein noch höheres Niveau“, fasste Turnierleiterin Maya Huber zusammen. Die Ansbacher lassen sich Jahr um Jahr einiges einfallen und bieten verschiedenste Turniere an, um so sowohl Reiter aus der Region als auch Stars aus der ganzen Bundesrepublik anzusprechen.
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