Peter Thomsen in Leonberg: "Geländereiten heißt flexibel sein"
Vielseitigkeits-Bundestrainer Peter Thomsen war im Rahmen des Leonberger Pferdemarktes zu Gast für ein Demo-Training.
„Geländereiten heißt flexibel sein.“ Vielseitigkeits-Bundestrainer Peter Thomsen hat im Rahmen des Leonberger Pferdemarktes in der Reithalle des Reitvereins Leonberg ein Demo-Training gegeben. Vier Gruppen mit Reitern unterschiedlicher Leistungsstufen von E bis Drei-Sterne haben teilgenommen und durften vom Wissen des Ausbilders profitieren. Bei allen Teilnehmern warf Thomsen zunächst einen Blick auf die Ausrüstung. Ist die Airbag-Weste am Sattel eingehakt? Sind die Steigbügel in optimaler Länge eingestellt? Dabei erklärte Peter Thomsen auch die verschiedenen Sitzvarianten des Reiters und betonte die Bedeutung der Lösungsphase. Wichtig: Die Pferde ordentlich aufzuwärmen, sie an die Atmosphäre in der Halle zu gewöhnen und die Durchlässigkeit abzufragen – alles mit Geduld und Ruhe. Beeindruckend war, mit welcher Leichtigkeit er spielerisch Reiter und Pferde mit den Aufgaben vertraut machte und dabei auch mögliche Probleme löste. Der „Pro Pferd“-Gedanke hatte während des gesamten dreistündigen Demo-Trainings absoluten Vorrang. So war das Welsh-Pony einer jungen Reiterin beispielsweise etwas schüchtern und zog nicht richtig nach vorne. Thomsen nutzte schlicht den Herdentrieb und ließ das Pony hinter dem zweiten Pferd her galoppieren. Sofort galoppierte es deutlich frischer und motivierter und auch die Distanzen klappten dann problemlos. In der Gruppe mit jungen Nachwuchspferden nutzte er den Herdentrieb ebenso, als ein Pferd sich nicht direkt über einen Sprung, ein graues Haus, traute. Als sich die zwei weiteren Reiter der Gruppe mit ihren Pferden in Sichtweite ein paar Meter hinter dem Sprung positioniert hatten, klappte es ganz leicht. „Die Pferde und Reiter sollen sich wohlfühlen und Vertrauen haben“, so Thomsens Credo. Toll zu sehen, wie er dabei auf jedes Paar individuell eingehen und es unterstützen konnte.
Auch seinen Blick für die Details bewies der Ausbilder stetig, korrigierte die Linienführung der Reiter, schulte deren Blick für das kommenden Hindernis sowie das korrekte Anreiten des Sprungs. „Es nützt ja nichts, wenn alles gelingt“, erklärte er. „Wir müssen wissen, wie wir das korrigieren, wenn es mal nicht klappt.“ Dabei war es ihm besonders wichtig, dass Reiter und Pferd mit einem positiven Gefühl aufhören. Zweifellos ist ihm das gelungen und jeder Reiter konnte neue Ideen und Anregungen für sein Training mitnehmen. In der kommenden Ausgabe des Reiterjournals lesen Sie noch mehr zum interessanten Training des Bundestrainers.
Am Nachmittag hielt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach in der Stadthalle in Leonberg einen Vortrag zum Thema "Social License". Leider zog das Thema wenig Zuhörer in die Stadthalle. "Wir müssen alle zusammenhalten, damit sich etwas ändert", betonte Lauterbach. Derzeit scheinen jedoch in Anbetracht der aktuellen Entwicklung und Bilder Frustration und auch Resignation bei vielen zu überwiegen. So zumindest der Tenor einiger Gäste des Vortrags.
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