Die FN legt Hand an den "Pferde-Physio"
Die FN stellt die Ausbildung zum FN-geprüften Pferdephysiotherapeuten auf den Prüfstand. Im Hinblick auf eine neue FN-Ausbildungsordnung APO im Jahr 2026 werden verschiedene Überlegungen angestellt, betätigte jetzt Friederike Plagmann von der FN-Abteilung Ausbildung. Routinierte Pferdephysios wie Christel Auer aus Singen befürchten einen Qualitätsverlust und Abstriche beim Tierschutz- und Tierwohlgedanken. Denn Hintergrund der Reform ist, dass immer weniger Absolventen die hohen Zulassungshürden für die FN-Ausbildung mitbringen. Seit 2006 fordert die FN als Kriterium entweder eine Staatlich anerkannte Ausbildung zum Humanphysiotherapeuten oder ein Tierarzt-Studium. Dies dürfe auch nicht aufgeweicht werden, fordern auch andere bekannte "Physios" wie Buchautor Stefan Stammer oder die in Bayern praktizierende Norwegerin Helle Kleven.
In der Realität aber sind die große Mehrheit der Pferde-Physios Seiten- und Quereinsteiger, die sich die Qualifikation über Lehrgänge an privaten Schulen und Instituten erworben haben. In Deutschland ist diese Abkürzung zulässig, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Aber sowohl die FN als auch die medizinisch ausgebildeten Physios und viele Sportreiter sind mit dieser Entwicklung unzufrieden. Daher sehen nun Experten wie Auer, Stammer, Kleven und die in Boppard am Rhein ansässige Franz Bechberger die Chance einer Reform, die zu einer echten und vergleichbaren Ausbildung führen könnte, zum Beispiel einer einheitlichen Prüfung oder sogar einer Staatlich anerkannten Ausbildung zum Tier-Physio. Laut der FN-Ausbildungsabteilung denke man im Moment in viele Richtungen - auch in diese (rok).
Ausführlicher Bericht in den nächsten Ausgaben der Magazine "Reiterjournal" und "BayernsPferde".
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