Basel: Hansi Dreher und Cous Cous lassen den Weltmeister alt aussehen
In Basel hat das Weltcup-Turnier, die CHI Classics, begonnen, Welt- und Europameister sowie Olympiasieger geben sich ihr Stelldichein bei dem besonderen Event in der Schweiz. Weltcup-Prüfungen in Dressur und Springen sowie das Weltcup-Finale im Voltigieren versprechen tollen Sport. Basel ist außerdem ein erster Schritt in diesem Jahr auf dem Weg Richtung Olympia. Überaus zufriedenstellend hat das Turnier für den Eimeldinger Hans-Dieter Dreher begonnen. Er hat vermutlich die kürzeste Anfahrt der Teilnehmer, rund 15 Kilometer ist das Gestüt Grenzland entfernt. Außerdem sind seine Pferde, die im Besitz der Schweizer Familie Aregger stehen, sozusagen Halb-Schweizer und Basel damit ein Pflichttermin. Im Hauptspringen am Donnerstagabend, ein Ranking-Springen über 1,50 Meter, hatte Dreher seinen Holsteiner Cous Cous gesattelt. Am Vormittag hatte er bereits eine fehlerfreie Trainingsrunde mit Elysium gedreht. Cous Cous, der stets etwas im Schatten seines Stallkollegen steht, zeigte schon beim Anreiten des ersten Sprunges, dass er hochmotiviert ist. Der Parcours war sehr ansprechend gebaut, abwechslungsreich mit zwei Kombinationen, eine davon mit einer Triplebarre als Einsprung. Hingucker war eine fächerförmig angelegte Kombination aus drei Steilsprüngen in den Landesfarben der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs, die das Dreiländereck darstellen sollten. Der zwölfjährige Schimmel v. Cachas wirkt im Parcours wie eine Gazelle, wenn er schnell und wendig, dabei stets an den leichten Hilfen seines Reiters stehend, durch die Bahn flitzt. Weltmeister Henrik von Eckermann hatte mit der KWPN-Stute Iliana bereits eine beachtlich schnelle Runde in die Bahn gezaubert (58,91 Sekunden). Doch Hansi Dreher und Cous Cous nahmen dem Paar nochmal satte zweieinhalb Sekunden ab. Nach 56,36 Sekunden stoppte die Uhr, das schaffte keiner der nach ihm startenden Reiter schneller. Damit hatte Dreher den Sieg in der Tasche vor Henrik van Eckermann und dem Franzosen Kevin Staut. Beim Einritt zur Siegerehrung winkten Hansis Fans sogar mit einem bunten gemalten Fanplakat von der Tribüne.
Adrian Schmid ist ebenfalls nach Basel gereist, er war am Vormittag mit der neunjährigen Baden-Württemberger Stute Crisu Fünfter im Zeitspringen über 1,40 Meter. (mj)
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