Noah Kuhlmann im Para-Bundeskader
Es war in verfrühtes Weihnachtsgeschenk: Noah Kuhlmann, junger Para-Dressurreiter aus Rielasingen bei Konstanz, wurde für das nächste Jahr in den Bundeskader der Dressurreiter mit Handicap aufgenommen – ein Start bei den Paralympics im nächsten Jahr rückt in eine realistische Nähe.
Grund für die Nominierung ist das erneut starke internationale Abschneiden des 20-jährigen Dressurreiters, der in Grade IV antritt. Kuhlmann, der an einer neurologischen Krankheit leidet, wurde im Para Grand Prix A mit fast 70 Prozent der Punkte Rang sechs und landete im Sattel seines Hengstes Staatslegende damit sogar sogar knapp vor der amtierenden Welt- und Europameisterin sowie zweifachen olympische Goldmedaillengewinnerin Sanne Voets aus den Niederlanden auf Rang sechs. In den weiteren beiden Prüfungen (Para Grand Prix B und Freestyle) konnte er seine Position mit einem fünften Platz (70,360 Prozent) und 4. Rang (71,35 Prozent) weiter verbessern.
Kuhlmann und die anderen „Paras“ traten jetzt an einem besonderen Ort an: Das Turnier im niederländischen Genemuiden besitzt eine große Tradition und Bedeutung. Die „Zwartewaterruijters" veranstalten ihr hochkarätiges CPEDI3* nur alle zwei Jahre jeweils im Winter vor den großen Championaten (WM und Paralympics). Dementsprechend anspruchsvoll war auch das Starterfeld mit Reitern aus 24 Nationen, darunter Olympiamedaillengewinner, Welt- und Europameister. Zu den bislang größten Erfolgen Kuhlmanns zählt die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften in München im Sommer. (rok/Foto: privat)
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