Stuttgart: Felicitas Hendricks siegt in Einlaufprüfung zum Piaff-Förderpreis
Wer folgt auf Helen Erbe mit ihrem Carlos im Piaff-Förderpreis 2023? Ja, dieser Frage wird bei den German Masters im Finale des Piaff-Förderpreises nachgegangen. Heute stand die Einlaufprüfung an. Die Teilnehmer am Piaff-Förderpreis sind junge Dressurtalente bis 25 Jahre, die auf dem Weg sind, in den großen Sport hineinzuwachsen. Für sie gibt es eine eigene Prüfungsserie mit Stationen auf bedeutenden Turnieren mit dem krönenden Abschluss in Stuttgart. In diesem Jahr gab es im Vorhinein leider ein paar Absagen bzw. Verschiebungen. Die Mitfavoritin Semmieke Rothenberger musste aufgrund einer kleinen Verletzung ihres Wallachs Farrington auf einen Start im Finale verzichten. Helen Erbe, die Titelverteidigerin, ist mit ihrem Carlos in Stuttgart für die Weltcup-Tour gesetzt. Das waren natürlich ein paar Wehmutstropfen und dennoch zeigte sich in der heutigen Einlaufprüfung ein gutes Niveau der Finalisten, gar spürte man echtes Championatsfeeling. Denn am Ende setzte sich die diesjährige U25-Europameisterin, Felicitias Hendricks mit ihrem Drombusch, an die Spitze. Das Erfolgspaar spielte ihre gemeinsame Routine voll und ganz aus und brillierte in ihren Stärken, wie beispielsweise den sehr gleichmäßigen Piaff-Passage-Touren oder auch den Galopppirouetten mit guter Lastaufnahme. Zwei Kleinigkeiten gab es im heutigen Kurz-Grand-Prix. Im starken Galopp verlor Felicitas Hendricks einen Zügel und konnte hier keine wirklichen Tempiunterschiede zeigen. Auch die Einerwechsel zeigten sich fehlerhaft. Dennoch, schlussendlich schnappten sich die beiden mit 71,9 Prozent den (überlegenen)Sieg. Damit begeben sie sich auf den direkten Weg zum morgigen Titel.
Doch zwei wahrlich vielversprechende Nachwuchshoffnungen waren der Europameisterin dicht auf den Fersen, allen voran Luca Sophia Collin mit ihrem 13-jährigen KWPN-Wallach Ferrero. Die Schülerin von Patrik Kittel punktete sich mit sehr taktsicheren Piaffen und Passagen sowie zentrierten Galopppirouetten zu 71 Prozent. Auch sie hatte in ihrer Prüfung ein paar Fehler: In einer Galopptraversale nahm der Wallach ihr kurz die Hand, zeigte sich teilweise eng im Genick und auch die Einerwechsel gelangen nicht fehlerfrei. Der Bayer Thomas Trischberger komplettierte mit seinem zehnjährigen Liverpool das Podest (69,9 Prozent). Er überzeugte mit einer sehr gleichmäßigen Runde. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Anna Schölermann mit Bon Scolari (69,8 Prozent) und Paulina Holzknecht mit Entertainer Win (69,1 Prozent). Im morgigen Finale kämpfen die U25-Reiter in einem Grand Prix um den diesjährigen Titel des Piaff-Förderpreises. (msb)
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