Überraschungssieg im Indoor-Derby
Es sorgt jedes Jahr zum Auftakt der Stuttgart German Masters für Hochspannung - das Indoor-Derby am späten Mittwochabend. Auch 2023 ist es dem routinierten Parcourschef Rüdiger Rau und seinem Team gelungen mit einem detailreichen, fairen und dennoch technisch anspruchsvollen Kurs wieder auf ganzer Linie gelungen Busch-Feeling unters Hallendach zu holen. Insgesamt 16 Reiter aus sieben Nationen waren im Stuttgarter Hexenkessel am Start und rasante aber dennoch schöne Ritte sorgten für gute Laune und Stimmung vom Feinsten.
Für eine Überraschung sorgte als eine der Jüngsten im Feld die 21-jährige Pia Schmülling - Im Sattel ihrer selbstgezogenen For ever Pleasure N lieferte die deutsche Vizemeisterin der Jungen Reiter und Drittplatzierte im Team bei der Europameisterschaft von Montelibretti zum Ende der Saison auch in Stuttgart sensationell ab. Stilistisch vom Feinsten und dennoch blitzschnell galoppierten die beiden in 34,9 Sekunden hochverdient zum Sieg im Indoor-Derby – Chapeau! Keine Schwierigkeiten mit den ganz speziellen Bedingungen in der Stuttgarter Schleyer-Halle vor vollen Rängen hatte auch der Belgier Julien Despontin. Im Sattel seines 13-jährigen Wallachs Quick Fiddlestick sicherte er sich nach zwei grandiosen Phasen mit 35.47 Sekunden Platz zwei im Ranking. Ebenfalls stark unterwegs waren der amtierende bayerische Vielseitigkeits-Meister Fabian Held und seine Spitzenstute Alisha. Die beiden gaben in Phase zwei ordentlich Gas, so dass die Uhr bereits nach 35,53 Sekunden stehen blieb, womit sich der Massenhausener und seine flinke Fuchsstute auf dem dritten Platz im Derby einreihten. Die Spannung war bereits zu Beginn nahezu greifbar als der Vorjahressieger Michael Jung mit Ignatz H als zweiter Starter einritt. Bereits neunmal war der Sieg in dieser Prüfung an den Reitmeister gegangen doch zum zehnten Sieg sollte es in diesem Jahr nicht ganz reichen. Nach 35,8 Sekunden galoppierte der Multi-Champion nach einer, wie am Schnürchen gezogenen Runde mit dem erst achtjährigen Wallach über die Ziellinie und beendete das Derby auf Platz vier. . Als letzter Reiter hatte sein Bereiter, Sven Lux mit dem schicken Schimmel Quantum die Chance das Feld von hinten aufzurollen und mit einer starken Runde gelang dies den beiden auch nahezu. Ein Abwurf summierte allerdings drei Strafsekunden auf das Zeitkonto, was am Ende mit 37,3 Sekunden Platz fünf bedeutete. (wentsch)
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