BW-Springen: Schill am schnellsten
Das war eine rasante Runde: Alexander Schill hat am Mittwochabend in der Schleyer-Halle mit einem hauchdünnen Vorsprung das Eröffnungsspringen der BW-Tour gewonnen. Seine wilde Franzosenstute Chelsea Gravelotte attackierte die Sprünge regelrecht. Damit gehört der 39-jährige Familienvater aus der Ortenau 17 Jahre nach seinem ersten Hallentitel zum Kreis der Favoriten.
A propos: Überraschend blieb der Ranking-Erste Tim Hoster zuhause. „Meine beiden besten Pferde waren zuletzt nicht ganz fit“, erklärte der gebürtige Rheinländer. Die Parcourschefs hatten den baden-württembergischen Paaren eine flüssige und machbare Runde zum Einstieg aufgebaut. Am Donnerstag wird alles im Drei-Sterne-Springen zehn Zentimeter höher. In der Mitte der Bahn wird eine Dreifache Kombination aufgebaut.
Im Einlaufspringen war daher mit 20 Nullfehler-Runden zu rechnen, wie Parcourschef Phil Schmauder bestätigte. Das Springen wurde zum schnellen „Rennen“ – und das hatte einen Grund: denn die Platzierung entschied über die Start-Reihenfolge am Donnerstag im BW-Bank-Finale. Schill darf dann als letzter einreiten.
Auf den ersten Rängen lagen nur Wimpernschläge zwischen den Platzierten: Armin Schäfer aus Mannheim wählte einen mutigen Weg und belegte mit Costa Gavras Rang zwei; auch Schäfer war vor langer Zeit schon einmal Hallenchampion: 1999 mit 19 Jahren. Hans-Dieter Dreher wurde mit der flinken Schimmelstute Jiniki Rang drei vor Markus Kölz mit dem grundschnellen Dornadello und Remo Allgäuer mit Concorioso. Beste Amazone im Feld wurde Landesmeisterin Hannah Schleef vom Stall Deuerer mit Perry, bester Amateur Jan Müller mit Ciricu. (rok/Foto: TomsPic)
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