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Freitag, 20.10.2023 um 12:43

Führungswechsel auf Hofgut Albführen

Die Familie Huttrop-Hage verlässt das Hofgut Albführen. | Foto (Archiv): Dill  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Kai Huttrop-Hage ist auf dem Landgut Gut Ringelsbruch bei Paderborn aufgewachsen und seit knapp zwölf Jahren Geschäftsführer des Hofgutes Albführen in der südbadischsten Region Waldshut-Tiengen. Mittlerweile gehört er zu baden-württembergischen Reitsportszene, als sei er schon immer hier, übernahm bis zuletzt die Führung der Veranstaltergemeinschaft IGTV. Nun verkündete Kai Huttrop-Hage, dass er das Hofgut Albführen verlassen wird! „Nach knapp 12 Jahren auf Albführen heißt es nun „adé“ zu sagen. Während meiner Zeit auf einem der schönsten Gestüte Europas hatte ich das Vergnügen, mit vielen tollen Menschen zusammenzuarbeiten. In dieser Zeit bekommt man an diesem magischen Ort eine ganz besondere DNA: nämlich RAL6009 durch und durch“, beschreibt Kai Huttrop-Hage.

Ende Januar verlässt er mit seiner Familie das Hofgut Albführen und wechselt wieder zurück in seine Heimat, genauer gesagt wird er die Umstrukturierung des Familienbetriebs, das Landgut Gut Ringelsbruch, übernehmen. „Da ich mit 55 in Rente gehen möchte, habe ich nur noch vier Jahre Zeit den eigenen Betrieb auf Vordermann zu bringen“, beschreibt Kai Huttrop-Hage schmunzelnd und fügt hinzu: „Es war schon immer klar, dass wir irgendwann wieder zurück in die Heimat gehen. Die landwirtschaftlichen Gebäude sollen in eine gewerbliche Nutzung/Bürogebäude umgewandelt werden, ein Arbeiten im Grünen vor den Toren Paderborns ermöglichen und einen Kontrast zu den Glaspalästen in der Innenstadt und in den Industriegebieten bieten. Diese Veränderung im Bebauungsplan wird nun in Kürze genehmigt, weshalb ich nun leider die Geschäftsführung von Hofgut Albführen abgeben muss“.

Der studierte Agraringenieur formte das Hofgut Albführen zu einer der wichtigsten Turnier-Standorte und Ausbildungsbetriebe des Landes – unter anderem aufgrund der passenden Auswahl von Trainern und Reitern. Beispielsweise gelang ihm eine Kooperation mit Olympiasieger Steve Guerdat. Gleichzeitig dazu realisierte er auf dem Hofgut selbst besondere (Bau-)projekte, wie der Bau einer neuen Reithalle und Mitarbeiterhäuser. Mit Sicherheit wäre das Hofgut Albführen ohne Kai Huttrop-Hage nicht das, was es nun ist. „Es war eine tolle Zeit. Herr Frey und ich haben so manche Schlacht Seite an Seite gemeistert, das verbindet umso mehr“, erläutert Kai Huttrop-Hage.

Doch dem ist nicht genug: Als beim Stuttgart German Masters vor jetzt sechs Jahren für die Gründer um Turnierdirektor Gotthilf Riexinger Nachfolger gesucht wurden, kam Huttrop-Hage schnell ins Gespräch. Seitdem ist der 51-Jährige Teil des Stuttgarter Veranstalter-Trios. „Selbstverständlich bleibe ich Stuttgart erhalten. Dort habe ich auch noch einen längeren Vertrag. Das Einzige, was sich ändern wird, ist meine Fahrgemeinschaft. Zukünftig werde ich nicht mehr aus dem Süden mit Andreas Krieg zu den Sitzungen fahren, sondern aus dem Norden mit Carsten Rotermund anreisen“, so Kai Huttrop-Hage. Er bleibe auch für die Emil Frey Gruppe im Verwaltungsrat beim CSIO St. Gallen erhalten.

Auf dem Hofgut Albführen geht es auch weiter. „Ich bin froh, dass wir mit Sebastian Ströbel einen Nachfolger gefunden haben, bei dem das grüne Blut bereits in den Adern fließt. Er weiß, worauf es ankommt und kennt die Herausforderungen“, beschreibt Kai Huttrop-Hage. Seit Januar letzten Jahres agierte Sebastian Ströbel als Bereichsleiter Gestütsorganisation. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler war Offizier bei der Bundeswehr, anschließend führte er die Umgestaltung des Hofes seiner Schwiegereltern zu einer Pensionspferdehaltung. Bevor er nach Albführen gekommen war, agierte er als Persönlicher Referent des Präsidenten und Leiter des Präsidentenbüro am Karlsruher Institut für Technologie. Nun wird Kai Huttrop-Hage die Geschäftsführung an Sebastian Ströbel abgeben. (msb)

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