Pony Master: Thyra Marie Eggers krönt ihre Ponyzeit
Schöner hätte sich Thyra Marie Eggers den Finaltag sowie den Abschluss ihrer Ponyzeit wohl kaum vorstellen können: Die Schülerin von Hella Kandziora setzt sich im Sattel ihres treuen Der kleine Prinz im spannenden Pony Master Finale durch und sichert sich den „Master-Titel“. Doch von Anfang an.
Schon in der gestrigen Einlaufprüfung zeigte sich das Starterfeld der Finalisten auf hohem Niveau und äußerst dicht. Gestern gab noch Clara Kohoutek mit ihrem Nobel Noir den Ton an und verwies Pia-Marie Feucht sowie Roxy Wein auf die weiteren Plätze. Eggers und ihr neunjähriger FS Daddy Cool-Nachkomme ließen es noch ruhiger angehen, gingen kein Risiko ein und verfehlten eine Schleife. Im heutigen Finale gestaltete sich das ganz anders: Der sympathische Ponywallach zeigte sich frischer, überzeugte mit einer energischen Trabtour sowie gut kreuzenden Trabtraversalen. Auch in der Schritttour, wo Der kleine Prinz mit Losgelassenheit und viel Übertritt punktete, sammelte das Erfolgspaar etliche Punkte. In der Galopptour zählten die Verstärkungen sowie die Außengalopp-Passagen zu den Highlights. Demgegenüber suchte der Ponywallach in den einfachen Galoppwechseln immer wieder die Stütze auf der Hand, was aber wahrlich einem Meckern auf hohem Niveau glich. Das durchweg positive Gesamtbild wurde von einer einfallsreichen Choreographie sowie optimal passender Musik unterstrichen, wodurch die Richter die beiden mit starken 74,2 Prozent belohnten. Thyra Marie Eggers und Der kleine Prinz zählten in den letzten beiden Jahren zu den Erfolgspaaren des baden-württembergischen Ponysports, wobei der Titel im heutigen Pony Master Finale sicherlich zu einer der Höhepunkte der gemeinsamen Karriere zählt. Insgesamt glich das heutige Finale einer Art Umbruch. Die Mehrheit der Finalisten fallen im nächsten Jahr aus dem „Ponyalter“ raus. Natürlich kommen etliche vielversprechende Paare nach, aber gleichzeitig fallen auch die „Routiniers“ weg.
Auf dem zweiten Platz reihte sich Emma Hildenbrand mit ihrem neunjährigen Steendiek’s Commander ein. Die beiden hatten mit 73,9 Prozent eine erste Messlatte gelegt, an welche bis kurz vor Schluss kein weiteres Paar so richtig herankam. Die Vizemeisterin der Süddeutschen Ponymeisterschaften in Biblis startete mit einer schwungvollen Trabtour mit gut kreuzenden Trabtraversalen. Auch die Schritttour gelang der Schülerin von Katrin Burger und Joachim Neubert durchlässig. Im Galopp zeigte sich ihr Ponywallach dann etwas quengelig, wodurch die einfachen Galoppwechsel teilweise nicht ganz optimal gelangen. Am Ende reichte es mit Platz zwei dennoch für einen weiteren starken Erfolg, welcher wie bei Thyra Marie Eggers einen gelungenen Abschluss ihrer Ponyzeit bildet. Clara Kohoutek komplettierte mit ihrem Nobel Noir das Podest. Die Schülerin von Julia Kühn überzeugte mit etlichen Highlights, wie beispielsweise durchlässigen Trab-Seitengängen. Demgegenüber standen aber auch teure Fehler, wie beispielsweise ein Umspringen in einer Galoppverstärkung. Mit 73,7 Prozent musste sie sich von Emma Hildenbrand nur um einen Wimpernschlag geschlagen geben. Im Gegensatz zu Eggers und Hildenbrand bleibt Clara Kohoutek auch im nächsten Jahr den Ponyreitern „erhalten“. Hinter Clara Kohoutek folgten Mila Seiderer mit Dreisatz (73,5 Prozent) und Laura Kohoutek mit Der Clou (73 Prozent). Beide Mädels überzeugten mit einfühlsamem Reiten. Besonders Letzterer gelang eine kleine Überraschung und weckte Vorfreude auf die nächste Ponysaison. Als Jüngste der Finalisten ritt sie wahrlich um den Titel mit und hätte ohne eine sehr strenge Beurteilung einer Richterin auch noch weiter vorne landen können. Roxy Wein mit Dimacci (72,7 Prozent) reihte sich auf Platz sechs ein und bleibt den baden-württembergischen Ponyreitern ebenso erhalten. Sie lieferte in Reutlingen über beide Tage hinweg konstante Runden ab. Pia-Marie Feucht mit Timberlake (72,6 Prozent), Ann-Sophie Mayr mit FBW Mary Poppins (72 Prozent), Amelie Bertazzoni mit Classic Claire (71,3 Prozent), Hanna Käppler mit Burghoeve’s Kenzo (71,2 Prozent), Maya Wächter mit Charly Brown (70,8 Prozent), die am ersten Tag einen Sonderehrenpreis für gutes Abreiten erhielt, und Emilia Cali Balabanic mit Napoleon (67,7 Prozent) folgten auf den weiteren Plätzen. (msb)
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