Lindners starke Nerven in Linkenheim
Das war schon ziemlich cool: Mit einer lässigen Trainingsrunde sicherte sich der Ilsfelder Springreiter Pascal Lindner am Sonntagmittag das S-Springen von Linkenheim im Sattel der überragenden Holsteiner Stute Uljanka K – das K steht übrigens für Jürgen Kurz, den baden-württembergischen Springreiter-Landestainer, der die heute neunjährige kompakte Dunkelbraune gezüchtet und ausgebildet hat. Pascal Lindner trainiert an Jürgen Kurz’ Stall in Leingarten bei Heilbronn. Uljanka ist ein Ausnahmepferd. Das Springen fand beim Turnier-Comeback des Jahres vor einer bedeutenden Kulisse statt.
Als Linder – Amateur mit professionellem Anspruch – ins Stechen ritt, war klar, dass ihm eine Nullrunde reichen würde. Die Zeit war egal. Mona Bucher hatte zuvor mit der achtjährigen DSP-Stute Lisbeth aus der Zucht von Philipp Haug in Großbottwar im Stechen viel riskiert und einen Abwurf hinnehmen müssen. Der Karlsruher Mediziner Dr. Hans-Werner Otto – als Dritter, der im Normalparours ohne Fehler war – hatte im Stechen aufgegeben. Dann kam Lindner, der eigentlich nur eine Vorbereitungsrunde drehen wollte. Denn am kommenden Wochenende möchte er sich im Zwei-Sterne-Springen von Bisingen-Hohenzollern für das BW-Bank-Finale qualifizieren. Aber so war der Sieg auf einmal zum Greifen nahe. Lindner zeigte einen Parcours wie im Stilspringen, nahm sogar zwei Zeitfehler in Kauf und siegte dennoch im Linkenheimer S. Auf den Plätzen vier und fünf, jeweils mit den schnellsten „Vierern“ landete der lupenreiner Grabener Amateur Christian Geißert mit Quintop und Chacco (rok/Foto: D. Matthaes).
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