Tobias Schwarz verlässt den Stall Schockemöhle
Nach zwei Jahren geht für Tobias Schwarz die Zeit als Bereiter im Stall von Paul Schockemöhle in Mühlen zu Ende. „Es war eine schöne lehrreiche Zeit“, blickt Tobias Schwarz im Interview mit dem Reiterjournal zurück. 2021 war er in Villingendorf sein letztes Turnier im Ländle geritten, bevor er nach Niedersachsen zog. Nun schlägt er eine neue Richtung ein und schließt sich zum 1. Oktober dem Team der Familie Wernke im niedersächsischen Holdorf an. „Jan Wernke kenne ich schon lange, wir verstehen uns gut und haben dieselbe Philosophie bei der Arbeit mit den Pferden“, freut sich der gebürtige Baden-Württemberger, der am 29. September seinen 30. Geburtstag feiert. „Jan und ich haben viel Spaß an der Jungpferde-Ausbildung und wir haben beide viel Geduld. Uns ist es wichtig, das Gute im Pferd zu fördern, alles mit Leichtigkeit und der nötigen Zeit, dass sie sich in ihrem Tempo entwickeln können.“ Gut eine Handvoll Pferde wird er zu seiner neuen Wirkungsstätte mitnehmen, auch sein Pfleger begleitet ihn. Rund 15 Minuten liegt der Wernke-Hof entfernt vom Betrieb Paul Schockemöhles, eine lange Fahrt müssen sie beim Umzug also nicht auf sich nehmen. „Da die Betriebe so nah beieinander liegen, hoffe ich, dass Paul Schockemöhle und ich trotz meines Weggangs einen guten Kontakt aufrechterhalten können, weil wir wirklich im Guten auseinander gehen“, meint Schwarz, der sich auch freut, nun in eine Art „Teilselbstständigkeit“ reinwachsen und sein Netzwerk ausbauen zu können. „So könnte ich in Zukunft auch Pferde aus Süddeutschland in Beritt nehmen.“
Die Entscheidung, in Niedersachsen zu bleiben, oder doch wieder zurück nach Hause in den Süden zu kommen, ist ihm zunächst nicht leichtgefallen, aber nun ist er voller Vorfreude auf die neue Herausforderung. Seine Schwester Nicole Hirzler, die mit La Belle gerade eine herausragende Saison reitet, gab zu: „Es wäre schon schön gewesen, wenn er wieder nach Baden-Württemberg gezogen wäre.“ Doch auch Jan Wernke weilt schon immer gerne im Süden Deutschlands, sei es, um an Turnieren teilzunehmen oder Kontakte zu pflegen. "Da kann ich ihn bestimmt hin und wieder begleiten und meine Familie besuchen", freut sich Tobias. (mj)
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