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Sonntag, 17.09.2023 um 18:01

Darmstadt: Günter Treiber wird Vizechampion bei den Berufsreitern

Günter Treiber sprang im Deutschen Berufsreiterchampionat zur Silbermedaille und sicherte sich im Großen Preis von Darmstadt den Sieg. | Foto: Dill  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Beim Dressur- und Springturnier in Darmstadt hatte es der Finaltag in sich, gar entwickelte sich eine regelrechte baden-württembergische Erfolgswelle. Allen voran gab Günter Treiber im Parcours ordentlich den Ton an. Doch von Anfang.

Nachdem Günter Treiber in der ersten Wertungsprüfung des Deutschen Berufsreiterchampionats noch ärgerliche Fehler kassierte, reihte er sich am zweiten Tag im Sattel der neunjährigen Stute Nanu-Nana schon auf Platz drei ein und sicherte sich zusammen mit Thomas Wittemer und Franziska Merten ein Finalticket. Im Finale selbst, welches sich in Form eines Pferdewechsels gestaltete, kassierte Günter Treiber nur im Sattel seines Finalpferdes Stakkateur einen Abwurf. Im Sattel der beiden Fremdpferde, Face und Drops van Overis, blieb Treiber abwurffrei. Diese Leistung gelang auch dem Sieger der beiden ersten Wertungsprüfungen, Thomas Wittemer. Der Pfälzer kassierte im Sattel von Stakkateur einen Abwurf. Franziska Merten musste sowohl mit Stakkateur als auch mit Drops van Overis einen Abwurf in Kauf nehmen. Damit war klar, dass Thomas Wittemer und Günter Treiber im Stechen um den Titel kämpfen müssen. Im Stechen selbst gelang beiden Berufsreitern tadellose Nullrunden. Doch der Pfälzer war mit einer Zeit von 31,84 Sekunden einfach nicht zu schlagen, so dass sich Günter Treiber mit der Silbermedaille zufriedengeben musste (34,60 Sekunden). Ein wahrlich starker Erfolg! Doch das i-Tüpfelchen für das erfolgreiche Wochenende von Günter Treiber gelang dann im Großen Preis: Hier sicherte er sich im Sattel des neunjährigen Holsteiners Cassis den Sieg. Mit einer Zeit von 79,18 Sekunden setzte er sich an die Spitze des Zweisterne-S-Springen. Auf dem zweiten Platz folgte die Bayerin Selina Höger mit Flintstone (79,20 Sekunden). Auch Lucas Wenz sammelte im Großen Preis eine starke Platzierung. Er sicherte sich mit Chandon de Blue Platz vier, wobei auch er mit einer tadellosen Nullrunde überzeugte (76,07 Sekunden).

Dem war nicht genug: Im Dressurviereck sicherte sich Jasmin Schaudt mit ihrem wieder genesenen Fano im Grand Prix de Dressage den Sieg. Mit sehr ausdrucksvollen und gleichmäßigen Piaff-Passage Touren sowie sicheren Serienwechseln und Galopppirouetten punkteten sie sich zu 75,2 Prozent. Das bedeutete der Sieg vor keiner Geringeren als Dorothee Schneider. Schneider erhielt für ihre Vorstellung mit Dayman 74,8 Prozent. Yara Reichert komplettierte mit ihrem Springbank das Podest (72,1 Prozent). Auch Martina Steisslinger und ihr Favory sammelten die nächsten Grand Prix Platzierung und reihten sich mit 69,5 Prozent auf Platz sechs ein. Sowohl im Nürnberger Burgpokal als auch im Deutschen Berufsreiterchampionat der Dressurreiter spielte das Ländle keine Rolle. Im Nürnberger Burgpokal sicherte sich der Hannoveraner Hengst Escamillo unter dem Sattel von Manuel Dominguez Bernal ein Finalticket vor Thomas Wagner mit Escolux. Hendrik Lochthowe wurde Deutsche Berufsreiterchampion. (msb)

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