Warendorf: Birkhof´s Firefly – Der unkomplizierte Kämpfer
Beim Bundeschampionat bildeten die sechsjährigen Dressurpferde den Abschluss. Und auch hier hatte man baden-württembergische Finalfreuden. Anna-Lisa Schepper und der Württemberger Birkhof´s Firefly (Birkhofs Fair Game OLD - Fürst Heinrich, Z.: Gebhard Geiger, B.: Thomas Casper) gelang der direkte Finaleinzug. Birkhof´s Firefly ist für Anna-Lisa Schepper ein echtes Traumpferd. „Ich war schon immer ein Fair Game-Fan und ja, Firefly sieht auch einfach aus wie Fair Game. Da war es um mich geschehen“, beschreibt Anna-Lisa Schepper strahlend und fügt hinzu: „Ich darf ihn seit dreijährig reiten und ausbilden. Es klingt vielleicht echt kitischig, aber er ist für mich einer der vierbeinigen Traumpartner“. Wieso? Völlig unkompliziert sowohl im Umgang als auch beim Reiten, immer motiviert und leistungsbereit sowie total menschenbezogen – mit diesen Eigenschaften besticht Birkhof´s Firefly und hat es in Kombination mit drei tollen Grundgangarten auch ins Finale der fünfjährigen Dressurpferde geschafft. Und auch Anna-Lisa Schepper viel Selbstsicherheit geschenkt. „Ich bin vor solch einer Kulisse immer etwas aufgeregt, aber würde es eher als positive Anspannung beschreiben. Wenn ich auf dem Pferd sitze, bin ich eigentlich immer fokussiert. Außerdem kann ich mich auf Firefly einfach immer verlassen, wodurch auch ins heutige Finale selbstsicher reingeritten bin“.
Diese Selbstsicherheit verdeutlichte sich heute auch in der Trabtour. Der Trab zeigte sich leichtfüßig, stets in guter Balance und in einem tollen Seitenbild, 8,5. Den geregelten Schritt bewerteten die Richter mit einer 7,5, wobei sie sich hier noch mehr Raumgriff und Dehnung an die Hand wünschten. Der Galopp zeigte sich mit klarem Durchsprung und guter Bergauftendenz, 8,0. In der Durchlässigkeit musste heute durch zwei versprungene Galoppwechsel Abstriche gemacht werden, 6,5. In der Perspektive vergaben die Richter eine 7,5, woraus eine 7,6 resultierte. Alles in allem landeten die beiden auf Platz 20. Mehrere Titel beim Landeschampionat und Süddeutschen Championat – auch, wenn sich im heutigen Finale teure Fehler einschlichen, kann alleine schon der Finaleinzug als i-Tüpfelchen der diesjährigen Saison beschrieben werden. Über den Winter soll er nun an die ersten S-Dressuren herangeführt werden und im nächsten Jahr wollen die beiden am liebsten wieder in Warendorf glänzen können, dann natürlich bei den siebenjährigen Dressurpferden.
Für das Ländle gab es heute auch noch Medaillefreuden: Zum einen durfte das Gestüt Birkhof jubeln. Anna Casper führte den DSP-Hengst Elocin (Escamillo – Fürstenball, Z.: Karl Franz Martin, B.: Thomas Casper) bei den dreijährigen Hengsten zur Bronzemedaille. Der bildhübsche Escamillo-Sohn überzeugte mit einer gewaltigen Galoppade, die die Richter mit einer 9,0 belohnten. Doch auch der Trab sowie der Schritt zeigten sich nicht viel schlechter. Diese wurden beide mit einer 8,5 bewertet. Ein weiteres Highlight bildete die hohe Rittigkeit sowie die Selbstverständlichkeit, wie sich der Hengst im heutigen Finale präsentierte. Daraus resultierte eine 9,0 für die Rittigkeit. Im Exterieur stand eine 8,5. Zum anderen gab es auch im Parcours eine Medaille. Genauer gesagt steuerte Felicitas Funk ihren flinken Robby Lee LOH (Rob Roy van het Klavertje – Los Angeles, Z.: Dirk Lohmann, B.: Antonia Ercken) zum Vizetitel bei den sechsjährigen Springponys. Die sechsjährigen Ponys durften ihr können heute gleich zweimal unter Beweis stellen. Eine Spezialspringponyprüfung der Klasse L mit 2 Umläufen galt es zu überwinden. Der Ponywallach ist in Warendorf kein Unbekannter. Letztes Jahr konnte sich bei den fünfjährigen Springponys den Titel holen. Dieses Jahr gewann er unter seiner Reiterin Felicitas Funk mit einer 8,7 und 8,3 in beiden Umläufen Reiterin Felicitas Funk die Silbermedaille. Peter Teeuwen, der den öffentlichen Kommentar stellvertretend für das Richter Gremium übernahm, lobte Robby Lee LOH dafür, dass er am Sprung sehr vorsichtig sei und stets einen schönen Zug nach vorne zeigte. Bleiben wir bei den Ponys: Hier hatte es auch Jana Reichl mit Van Tini (Dark Delight – Geronimo, Z.und B.: Gestüt Bönniger/Ludwig Stassen) ins Finale der fünfjährigen Dressurponys geschafft. Im Finale selbst wurden sowohl der Trab und Galopp als auch die Perspektive mit einer 7,5 bewertet. Im Schritt und in der Durchlässigkeit stand jeweils die glatte 7,0, was in Total eine 7,3 und mit Platz 11 eine schöne Finalplatzierung ergab! (msb)
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