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Sonntag, 03.09.2023 um 15:59

Hoster rockt den Pferdemarkt

© honorarfreie Nutzung des Bildes
Kai Ruggaber mit Mr. Newman  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Hossa, nochmal Hoster: Der gebürtige Rheinländer, der seit Jahren in Oberschwaben beheimatet ist, war am Wochenende der überragende Reiter des Pferdemarkt-Turniers in Bietigheim-Bissingen. Einen Tag nach dem Sieg in der BW-Bank-Qualifikation siegte der stets konzentriert und technisch nahezu perfekt reitende Profi am Sonntagmittag auch im Großen Preis, diesmal mit dem neunjährigen Holsteiner Claus aus dem Besitz von Alexander Boos. Es war war Drei-Sterne-Springen, dotiert mit 8000 Euro.

Bei strahlendem Sonnenschein bot der Platz unter dem berühmten Viadukt und am Rande des Pferdemarkt-Volksfestes wieder eine beeindruckende Kulisse, am Parcours standen Tausende Zuschauer. Landesverbandspräsident Klaus Dieterich, Vereinsvorstand in Bietigheim-Bissingen, lachte an seinem 55. Geburtstag mit der Sonne um die Wette.

Hoster verwies im Stechen den international erfahrenen Marcel Marschall im Sattel von Andy Witzemanns Titan auf Rang zwei. Marschall drehte in Bietigheim-Bissingen stilistisch wunderbare Runden. Auf Rang drei landete Landesmeister Günter Treiber mit seinem neunjährigen Holsteiner Cassis, reiterlich ähnlich versiert wie der Sieger. Auf Rang vier kam seine Schülerin und Auszubildende Elena-Malin Reitzner auf Guiness. Ein vorderer Platz in einem Drei-Sterne-Großen-Preis bedeutete durchaus einen besonderen Erfolg in der jungen Profikarriere der Jungen Reiterin.

Zwei-Sterne-Sieg für Ruggaber

Das Zwei-Sterne-S-Springen am Samstag, das zweite neben der BW-Bank-Cup-Qualifikation, hatte sich überlegen der Albführen-Springausbilder Kai Ruggaber gesichert. Es war der größte Erfolg des Jung-Profis seit seinem Wechsel zum Hofgut Albführen. Ruggaber hatte den mächtig springenden belgischen Fuchshengst Mr. Newman gesattelt. Sein Trainer Helmut Hartmann traut diesem Paar auch Erfolge auf internationalem Parkett zu. Der gekörte Hengst gehört der Sportpferdefirma Parco Sport Horses. Dahinter verbirgt sich die Lichtensteiner Familie Hilti, deren Pferde auf dem Hofgut nahe der Schweizer Grenze untergebracht sind und teilweise von den dortigen Ausbildern trainiert und vorgestellt werden.

Auffällig in diesem Springen: Stark abschneidende Amateur-Springreiter. Peter Döffinger aus Weil der Stadt belegte mit einer eigentlich dressurmäßig gezüchteten Württemberger Stute Shanuc (Sir Donnerhall x Tullamore aus der Zucht von Rainer Gäckle aus Bad Liebenzell) Rang zwei , ebenfalls „im Geld“: Andreas Wittlinger aus Hohenzollern mit dem Holsteiner Carlo Magno und Christian Geißert aus Graben mit Quintop.

Das S-Springen am Sonntagmorgen hatte sich der in Dußlingen trainierende britische Nationenpreisreiter Christopher Frazer auf dem erst siebenjährigen Holsteiner Calvaro gesichert (rok/Fotos: D. Matthaes).

 

 

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