Warendorf: Finalplatzierungen für Freddy Q. de Luxe und Dante´s Sunrise
Auf dem Reitpferdeviereck ging es heute rund. Vielmehr erlebte man große Emotionen. Besonders bei den vierjährigen Stuten und Wallachen zeigte sich das Publikum aus dem Häuschen und auch das Richterteam war ergriffen. Grund hierfür war eine dunkelbraune Westfalenstute, die sich wie von einem anderen Stern präsentierte, spielte sozusagen einer eigenen Liga. Die Rede ist von Eivissa (Escamillo – Wolkentanz I, Z.: Katharina Hadeler, B.: Bernadette Brune). Mit hohen Vorschusslorbeeren ging die Vorjahressiegerin der Dreijährigen und Siegerin der 2023 Finalqualifikation unter dem Sattel von Jessica Lynn Thomas ins diesjährige Finale und ließ von der ersten Sekunde keinen Zweifel daran aufkommen. Dass sie den Titel für sich beansprucht. Im Kommentar sah man einen deutlich ergriffenen Dr. Carsten Munk: „So etwas sehen wir auch nicht alle Tage, auch nicht beim Bundeschampionatr“. Für Trab, Galopp und Ausbildung inclusive Fremdreiternote gab es die Maximalnote 10, im Geäude die 9 und im Schritt 8,5. Und lange ist es her, dass ein Bundeschampion auf dem Reitpferdeplatz so frenetisch gefeiert worden ist. Mehrfach gab es spontanen Szenenapplaus während der Vorstellung, und jede Note wurde separat beklatscht. Natürlich war dies ein ganz besonderes Erlebnis. Und gleichzeitig zeigte sich dies für die restlichen Finalisten als ordentliche Schwierigkeit, gar rückten sie in den Hintergrund. Mit 0,8 (!!!) Abstand folgte an zweiter Stelle (8,7) die dunkelbraune Trakehner Stute Luxusliebe II (v. Freiherr von Stein-Singolo, Z. u. B.: Andreas Wezel) wurde präsentiert durch Wiebke Hartmann-Stommel, die für Schritt, Ausbildung und Gebäude die 9,0 erhielt. Aus baden-württembergischer Sicht schlugen sich die beiden Finalisten aus Landeszucht wahrlich tapfer. Freddy Q de Luxe (Fürst Romancier – Lord Sinclair, Z.: ZG Strobel) unter Sabrina Geßmann reihte sich auf Platz fünf ein (8,2) und Dantes Sunrise (Dante Weltino – Fürstenbal, Z.: Sabine Reisenauer) folgte auf Platz acht (8,0).
Letzterer ist erst im März diesen Jahres zu Ines Fleischmann umgezogen. „Er ist unheimlich menschenbezogen und hört sehr auf seine Reiterin“, beschreibt Ines Fleischmann ihren jüngsten Partner der diesjährigen Bundeschampionate und fügt schmunzelnd hinzu: „Dante ist ein kleines Hasenherz im größeren Format und dennoch möchte er es immer richtig machen“. Der Wallach ist nicht das einzige Nachwuchspferd, welches Ines Fleischmann in diesem Jahr mit zu den Bundeschampionaten gebracht hat. Auch DSP Bella Benicia startete bei den siebenjährigen Dressurpferden. Nach teuren Fehlern in der Finalqualifikation konnte sich die junge Dame (Benicio - Zack, im Besitz und aus der Zucht von Fritz Fleischmann) im kleinen Finale steigern und verpasste auf Platz elf denkbar knapp der Finaleinzug (74,2 Prozent). Auch FBW Fürstin Primavera unter dem Sattel von Vera Breidenbach steigerte sich bei den Siebenjährigen heute deutlich und folgte direkt hinter Bella Benicia auf Platz zwölf (74,2 Prozent). FBW Johny Johnson unter dem Sattel von Ramona Ritzel (73,8 Prozent) und Birkhof´s Thapelo unter dem Sattel von Nicola Haug (72,7 Prozent) reihten sich auf den Plätzen 14 . Doch kommen wir noch einmal zu Ines Fleischmann. Bei der Vielzahl an Pferden, die sich in den vergangenen Jahren für das Bundechampionat qualifiziert hat, stellt sich die Frage, ob die Ausbilderin überhaupt noch aufgeregt ist. Ihre Antwort ist ganz klar: „Bei jedem Pferd bin ich noch auf eine gewisse Art aufgeregt. Ich würde es jedoch weniger als die klassische Aufregung beschreiben, sondern vielmehr als positive Anspannung“. Blickt man in die Zukunft, so steht eins fest: Dante´s Sunrise und Freddy Q. de Luxe werden ihren Weg gehen und Ines Fleischmann wird man in den nächsten Jahren sicherlich wieder bei den Bundeschampionaten treffen. Die Erfolgsliste der Ausbilderin muss ja schließlich fortgesetzt werden! (msb)
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