Das Pony-Double für Vroni Grüber
Landesmeister und Pony-Master in einem Jahr: Vroni Grüber vom Gestüt Zollmann im badischen Odenwald hat im Sattel des weiterhin überragenden Schimmelhengstes Mr. Bubble unterm Viadukt von Bietigheim-Bissingen am Samstag das Pony-Master-Finale gewonnen - sechs Wochen nach ihrem Meistertitel in Ichenheim.
Die 15-jährige Gymnasiastin aus der großen Reiterfamilie Zollmann ist aber tatsächlich nicht die erste Ponyreiterin, der das Double gelungen ist. Lena Erkner hatte mit Franz Ferdinand in der Saison 2019 ebenfalls beide Titel gewonnen.
Der 14-jährige gekörte Hengst und Vererber, sprang auf dem Bietigheimer Rasen wieder einmal vorsichtig und vermögend; ein Ausnahmepony!
Am Parcoursrand sah man einen sichtlich zufriedenen Pony-Beauftragten Heinz Bürk, der jetzt voller Zuversicht auf die Süddeutschen Ponymeisterschaften am kommenden Wochenende in Biblis blicken kann.
Vroni Grüber, deren Mutter und Trainerin Jette Zollmann auf Mr. Bubbles Großvater Boomer in den 80er-Jahren Europameisterschaften geritten ist, hat noch eine ganze Ponysaison 2024 vor sich, bevor sie ihren Familienhengst an Schwester oder Cousine weitergeben kann. Denn alle Kinder vom Kurgestüt in Waldbrunn bei Eberbach reiten und haben ein Auge auf Mr. Bubble geworfen.
Für die Überraschung sorgte die Zweitplatzierte Elisa Hoffmann im Sattel ihrer klugen und erfahrenen Stute Ami, die unter dem bayerischen Ponyreiter Emile Baurand schon Europameisterschaften gegangen ist. Die erst 13-jährige Donaueschingerin, die von Leonie Krieg trainiert wird, ist auf bestem Wege und erstklassig beraten.
Pech hatte Luisa Sophie Roth, die als Führende ins Finale eingezogen war. Die Tochter des Berufsreiters und Ausbilders Volker Hahn vom Hasenhof in Waldenbuch zeigte reiterlich eine starke Leistung im Sattel ihres kräftigen Ponys Balleys. Am letzten Sprung im Parcours fiel die Stange - und damit war der Traum vom erhofften Titel geplatzt. Aber auch sie ist ja erst 13 Jahre jung und hat noch reichlich Zeit im Ponykader. Ihr Riesentalent ist jedenfalls nicht zu übersehen. Auf dem vierten Platz im Finale platzierte sich Moritz Steimle aus Wolfegg im Sattel von Janne, dem einzigen jungen Mann im Feld (rok/Fotos: D. Matthaes).
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