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Freitag, 01.09.2023 um 20:51

Warendorf: Wiedersehen im Finale

Elocin und Anna Casper trabten bei den dreijährigen Hengsten direkt ins Finale. | Foto: Bischoff  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Aus eins mach zwei – Das Gestüt Birkhof darf sich bei den diesjährigen Bundeschampionaten über das zweite Finalticket freuen, gar über einen Podestplatz. Bei den dreijährigen Hengsten trabte Elocin (Escamillo – Fürstenball, Z.: Karl Franz Martin, B.: Thomas Casper) mit Anna Casper zum dritten Platz und zieht damit direkt ins Finale ein. Das Richterteam, bestehend aus Gerd Wolfgang Sickinger, Cathrin Wingender und Peter Olsson, vergab gleich dreimal die Note 9 oder besser. Für den elastischen Trab mit großer Bewegungsfreiheit im Vorderbein gab es die 9,0, genauso wie für den gut ins Bergauf angelegten Galopp. In der Note für die Rittigkeit griffen die Richter noch einmal tiefer in die Notenkiste und zückten die 9,5. Hinzu kamen im Schritt die 8,0 sowie im Exterieur eine 8,5, was in der Endsumme eine 8,8 ergab. Vor Casper sah man eine hannoversche Doppelspitze. Sieger (9,1) wurde Jakob Schenk mit dem braunen Global Hope (v. Global Player-Fidertanz, Z.: ZG Werth, Moers) vom Klosterhof Medingen, gefolgt von dem bedeutend aufgemachten So Special (v. Secret-Bon Coeur) mit Jessica Lynn Thomas (9,0). Bei den dreijährigen Stuten und Wallachen verpassten zwei Pferde aus Landeszucht den Einzug ins Finale denkbar knapp. Zum einen war dies Snickers F (Secret – Carabas, Z.: Erwin Feichtenbeiner, B.: ZG Feichtenbeiner/Thalacker) unter dem Sattel von Carina Harnisch und zum anderen Sequoia (Sir Heinrich OLD – Rheingau, Z.: Heiner Sommer, B.: Ramona Ritzel) unter dem Sattel von Ramona Ritzel. Beide Paare erzielten eine 7,8 und reihten sich auf Platz acht ein. Die sechs bestplatzierten Paare sind im Finale startberechtigt.

Bleiben wir im Reitpferdeviereck: Hier durfte man sich über ein weiteres (baden-württembergisches) Finalticket freuen. Ann-Cathrin Rieg führte ihren Ganymed W WE (Glück Auf A – Can Cance, Z.: Elisabeth Wallschlag, B.: Ann-Cathrin Rieg) bei den vierjährigen Reitpony Hengsten zu Platz acht (8,3). Gleich dreimal zückten die Richter die Note 8,5, für den Galopp, die Rittigkeit und im Exterieur. Eine 8,0 im Trab und im Schritt komplettierten die Gesamtbewertung. Ansprüche auf eine Titelverteidigung meldete der letztjährige Bundeschampion an, der sich den Sieg in der Qualifikation sichern konnte. Darf ich bitten NRW v. Dallmayr K-Der feine Lord AT (Westfalen, Z.: Marion Stauffenberger, B.: Dressurstall Fischer, Lukas Fischer), vorgestellt von Tanja Fischer, trabte zu einer Endnote von 8,9.

Bei den Ponys gab es noch ein weiteres baden-württembergisches Finalticket. Jana Reichl freute sich bei den fünfjährigen Dressurponys im Sattel von Van Tini (Valerius – FS Pour l´Amour, Z.: Norbert Domhöver, B.: Andrea Walletzky) über den direkten Finaleinzug und reihte sich auf Platz sechs ein (8,0). Gleich dreimal vergaben die Richter die Note 8,0, für den Trab, den Galopp und die Losgelassenheit. Im Schritt fand die Ponystute noch nicht zur optimalen Losgelassenheit, woraus eine 7,5 resultierte. Im Gesamteindruck stand eine 8,5. An die Spitze setzte sich in dieser Finalqualifikation Dans le Coeur (Dornik B – Voyager) unter dem Sattel von Pauline Kesting (8,7).

Last but not least freute sich Carina Harnisch zum Tagesabschluss bei den siebenjährigen Dressurpferden über den direkten Finaleinzug. Und dieser Finaleinzug bedeutete gleich doppelten (baden-württembergischen) Grund zur Freude. Denn Carina Harnisch saß im Sattel eines Wallachs aus Landeszucht. Die Rede ist von Francis (Franziskus – Feiner Stern, Z.: Manfred Bauer, B.: Thi Thoa Rother). In einem stark besetzten Starterfeld der siebenjährigen Dressurpferde reihten sich die beiden auf Platz fünf der ersten Abteilung ein. In der technischen Note gab es 71,1 Prozent. In der Note für Qualität und Perspektive standen 78,8 Prozent, was in Summe 74,9 Prozent ergab. Der Sieg in der ersten Abteilung ging an Stefanie Wittmann mit Diafys OLD (80,4 Prozent). In der zweiten Abteilung trabte Marcus Hermes mit Boccaccio MT zum Sieg (78,6 Prozent). Die restlichen Baden-Württemberger kassierten in dieser Altersklasse heute noch zu viele Fehler und haben gleich morgen Vormittag die Chance auf ein (verspätetes) Finalticket!  (msb)

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