Münster: Hansi Dreher in der BEMER Riders Tour in einer eigenen Liga
42 Top-Reiter, ein Wolkenbruch, Blitz und Donner — die fünfte Etappe der BEMER Riders Tour auf dem Turnier der Sieger hatte ihre ganz eigene Dramatik. Dem guten Sport tat das Wetter allerdings keinen Abbruch: Hansi Dreher und der brillante Fuchswallach Vestmalle Des Cotis schrieben ein weiteres Kapitel der Turnier der Sieger Geschichte, als sie heute vor dem Münsterschen Schloss den Sieg im Großen Preis holten. In einem packenden und bis zum Schluss völlig unvorhersehbaren Entscheidungsspiel in zwei Runden verwies das Paar Christian Kukuk und Checker mit 42.30 Sekunden auf den zweiten Platz. Patrick Stühlmeyer mit Drako de Maugre und Mario Stevens im Sattel von Starissa lagen zeitgleich auf Platz Drei (43.11).
“Es war Hammer,” resümierte ein sehr glücklicher Hansi Dreher im Anschluss. “Ich wusste, ich muss alles geben, wenn ich gewinnen will. Und ich konnte auf das drittletzte Hindernis, den Steilsprung, nicht vorne herumreiten wie die anderen Teilnehmer. Aber die Taktik ging auf… Ich muss meinem Pferd danken, dass er alles gegeben hat. Die erste Distanz auf den Steilsprung war auch gleich ziemlich weit weg. Dann ging es mit sieben Galoppsprüngen auf den Oxer und da wusste ich eigentlich schon, dass es reicht und konnte am letzten Sprung schon wieder ein bisschen aufnehmen. Vestmalle Des Cotis ist sehr schnell.” Mit dem 14 Jahre alten französischen Baloubet du Rouet-Sohn Vestmalle Des Cotis konnte Dreher schon einige Erfolge verbuchen, aber heute ritten sie in einer eigenen Liga und nahmen dem zweitplatzierten Paar fast zwei Sekunden ab. (PM) In der laufenden Wertung der BEMER Riders Tour liegt Hans-Dieter Dreher mit 25 Punkten auf Rang drei, hinter dem Führenden Patrick Stühlmeyer und dem bis dato zweitplatzierten Michael Viehweg.
Bereits zu Beginn zeigte sich Hansi Dreher mit dem flinken Fuchs in bestechender Form, so wurden die beiden im ersten Springen der Großen Tour am Freitag Dritter. Im Eröffnungsspringen von Münster führte Dreher Duobin mit einer Nullrunde auf Platz acht. Auch Michael Jung sorgte mit einer top Platzierung wieder mal für Aufsehen: Mit fischerChelsea holte der Multi-Champion zum Auftakt der Großen Tour Platz zwei. (akb)
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