Carolyn Wittenborn siegt in Heidelberg-Kirchheim
Er war eine Klasse für sich: Lovestoned, zehnjähriger Westfalenwallach, überzeugte in der S-Dressur von Heidelberg-Kirchheim. Der schicke Fuchs siegte mit seiner Ausbilderin und Reiterin Carolyn Wittenborn aus Ketsch mit großem Abstand. Fast 70 Prozent der Punkte vergaben die drei Richterinnen insgesamt für den Ritt. Die Konkurrenz blieb fast vier Prozent zurück.
Carolyn Wittenborn ist seit Kurzem übrigens auch für das Training der Dressurpferde des pfälzischen Stalles Fohlenhof der Familie Heicke zuständig; dort waren bekanntlich auch schon so Spitzenprofis wie Oliver Luze und Olympiareiterin Dorothee Schneider im Sattel: Gute Aussichten also für sie in der Saison 2018.
Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass der Sieg auch deshalb so überlegen ausfiel, weil eine der drei Wertungsrichterinnen, Ursula Pleines aus Hessen, einen schlechten Tag hatte. Sie vergab für den Ritt der württembergischen Dressurausbilderin Andrea Dlugos auf ihrer Fidenzia zur Verwunderung aller Betrachter nur 61,2 Prozent der Punkte – das bedeutete Rang 18. Ihre Kolleginnen sahen das Paar mit 68,5 und 70.5 Prozent aber auf Rang zwei und eins. Am Ende reicht es unterm Strich für Platz zwei – aber eben mit riesigem Abstand. Andrea Dlugos platzierte ihren Flair dann noch auf Rang drei. Sie war sichtlich enttäuscht über das seltsame Richterurteil.
Jerome Schaack, Dressurausbilder aus Zeutern, belegte mit dem schönen Rapphengst Saint Cloud (der eigentlich eine lupenreine Springpferdeabstammung in den Papieren stehen hat) Rang vier vor der Heidelberger Lokalmatadorin Julia Machat auf Faiano: auch hier versalzte die hessische Richterin die Suppe, wertete den Ritt auf Rang zwölf, während die anderen Jurorinnen das Paar auf Rang drei gesehen hatte. Sechste wurde Vorjahressiegerin Kerstin Fuchs auf ihrem mächtigen Hennessy (rok).
Foto:D.Matthaes
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