DJM München: Guter Auftakt fürs Ländle
Nachdem im vergangenen Jahr die DJM in Verden wortwörtlich ins Wasser gefallen war und die Talente aus dem Ländle zu kämpfen hatten, starteten heute die Deutschen Jugendmeisterschaften auf der Olympiareitanlage in München bei strahlendem Sonnenschein. Und auch die baden-württembergischen Nachwuchsreiter strahlten. Allen voran fand Alia Knack einen bärenstarken Auftakt und setzte sich in der ersten Wertungsprüfung der Jungen Reiter an die Spitze. Knack gehört schon seit Jahren zur absoluten Spitze der baden-württembergischen Nachwuchsspringreiter. Auch in diesem Jahr konnte sie sich neben etlichen internationalen Platzierungen und Siegen auch in der Aachener Soers platzieren. Dort hatte sie schon mit Clifton D`Argilla der Ehrenrunde angehört. Und auch heute lieferte sie im Sattel des elfjährigen Wallachs eine blitzsaubere und vor allem schnelle Runde. Mit einer Zeit von 67,28 Sekunden setzte sie sich vor Marie Entwistle mit Captain Jack (67,52 Sekunden). Auch Marie Entwistle hat einen baden-württembergischen Bezug und absolviert im Moment eine Ausbildung bei Bernd Herbet, gehört jedoch dem rheinland-pfälzischen Landeskader an.
Erfreulich ist, dass auch die restlichen Baden-Württemberger starke Runde, gar saubere Nullrunden zeigten. Elena-Malin Reitzner reihte sich mit ihrem routinierten Guinness auf Platz fünf ein (69,83 Sekunden), der frischgebackene Landesmeister Julian Holzmann folgte im Sattel seiner flinken Iberia auf Platz zwölf (71,96 Sekunden) und Felicitas Funk reihte sich mit Crystall auf Platz 19 ein (74,12 Sekunden). Lea Sophia Gut und ihre treue Canturia sowie Anastasia Wetzstein mit Galita folgten im Doppelpack auf den Plätzen 33 und 34. Die erste Wertungsprüfung war damit ein toller Erfolg für Baden-Württemberg, aber man muss betonen, dass die Reiter im Moment noch sehr dicht beieinander liegen.
Auch im Dressurviereck bildeten die Jungen Reiter den Auftakt der Deutschen Jugendmeisterschaft. In dieser Altersklasse schickt Baden-Württemberg in diesem Jahr nur eine Reiterin ins Rennen. Lisa Casper vertritt auch in diesem die baden-württembergischen Farben und fand einen überzeugenden Start in die DJM. Im Sattel ihres Wallachs Saro Hi punktete sie sich zu 69,6 Prozent und sicherte sich damit eine Top10-Platzierung. Die frischgebackene Landesmeisterin überzeugte dabei mit einer schwungvollen Trabtour, guten Galopppirouetten und sicheren Serienwechseln. In der Schritttour verlor sie heute ein paar Punkte.
An der Spitze sah man ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zweier im Vorfeld favorisierter Paare. Die Rede ist von Jana Lang mit Baron sowie Allegra Schmitz-Morkramer, beide schon mit etlichen EM-und DJM-Medaillen dekoriert. Am Ende setzte sich Jana Lang mit ihrem 17-jährigen Erfolgspartner Baron an die Spitze. Die beiden überzeugten mit einer sehr frischen Vorstellung und punkteten vor allem in den Trabseitengängen, Galopppirouetten und Serienwechseln (76,3 Prozent). Mit 75,5 Prozent war ihr Allegra Schmitz-Morkramer mit ihrem harmonischen Ritt dicht auf den Fersen. Eine beachtliche Leistung, da die 17-Jährige noch vor wenigen Wochen bei der EM in der Altersklasse der Junioren gestartet war und sich sowohl Mannschaftsgold als auch Einzelgold in der Kür gesichert hatte. Der Umstieg in die nächste Altersklasse ist damit wohl mehr als gut gelungen. Platz drei sicherte sich Pia-Carlotta Gagel. Auffällig: Man vermisste die weiteren Mitglieder des Silbermedaillenteams der vergangenen EM, Valentina Pistner und Anna Middelberg. (msb)
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