Landesmeisterschaften der Springreiter in Ichenheim: Jessica Angst liegt bei Junioren nach einer tollen Runde vorne, Wertung der Children bleibt bestehen
Das wird richtig spannend im Finale am Sonntag: Mit einer fehlerfreien und stilistisch feinen Runde hat Jessica Angst die zweite Wertung der Junioren gewonnen und liegt damit in Führung vor dem Finale. Die 16-Jährige wird von ihrem Vater Frank trainiert und reitet auch höchst erfolgreich Dressur. Das war auch im Parcours unverkennbar, den selbst gezogenen Württemberger Continental hatte sie durchweg in feiner Abstimmung an den Hilfen. Lediglich vier fehlerfreie Ritte gab es im Parcours, den Parcourschef Phil Schmauder den Reitern hingestellt hatte. Inklusive Mauer und überbautem Wassergraben. Die Klippen offenbarten sich dennoch vor allem auch in den Wegen und Wendungen zu den Sprüngen, bei denen die Reiter ihre Pferde optimal pilotieren mussten, damit es keinen Fehler gab. Zum Abschluss erst kam auf einer langen Linie entlang der langen Seite noch die Zweifache Kombination mit anschließender Distanz, die nochmals höchste Konzentration erforderte. Neben Jessica Angst löste auch der Schutterwälder Nick Armbruster die Aufgaben ideal, er erreichte Rang zwei und drei mit seinem Pferden Culture III und Cincinnati. Lina Heinzler, die nach der ersten Wertung vorne lag, gelang mit ihrer Fuchsstute Intertoff eine makellose Runde, damit liegt die Schülerin von Sönke Aldinger momentan auf Rang drei in der laufenden Wertung. Mit ihrem Schimmel, dem Holsteiner Calippo, verbuchte sie einen Abwurf und liegt mit ihm nun auf dem Silberrang. „Ein Luxusproblem, zu entscheiden, mit welchem Pferd sie um die Meisterschaft reitet“, meinte Vater Edim Heinzler. Vater und Tochter wissen genau, dass erst zum Schluss abgerechnet wird. Startete die 16-Jährige doch im vergangenen Jahr von Platz vier ins Finale und gewann schlussendlich die Goldmedaille. Mit einem Abwurf wurde Fabian Beck im Sattel des Holsteiners Quintus Fünfter.
Bei den Children ist nach Ausschlüssen nun nur noch Mia Brugger mit ihrer 13-jährigen Württemberger-Stute Candela im Rennen (Das Reiterjournal berichtete). „Es gibt trotzdem eine Wertung für die Meisterschaft, wenn sie die dritte Wertungsprüfung beendet“, so Miriam Abel. Damit hat Brugger Gold sicher, wenn sie im Finale das Ziel erreicht. Die Medaille hätte sich Brugger in jedem Fall verdient, nach einer tadellosen Runde in der ersten Wertung, blieb sie auch im heutigen M*-Springen ohne Fehler, zeigte eine harmonische und schnelle Runde, die entsprechend mit dem Sieg belohnt wurde. (mj/Foto: Altmeyer)
Alle Ergebnisse finden Sie hier.
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