EM Gorla Minore: Deutsches Children-Team mit fünf Weiteren an der Spitze
Im italienischen Gorla Minore nehmen die Nachwuchs-Europameisterschaften der jungen Springreiter weiter Fahrt auf. Am gestrigen Nachmittag wurde es zum zweiten Mal für die Children, die Altersklasse der U14-Jährigen, ernst. Nach der zweiten Wertungsprüfung und dem ersten von zwei Mannschaftsumläufen – der nächste findet morgen am Freitag statt – teilt sich das deutsche Team mit fünf weiteren Teams die Spitzen-Position. Sie alle haben nach Abzug der Streichergebisse lediglich 4 Strafpunkte auf ihren Konten. Es ist also wirklich noch alles offen! Am Freitag ab 8 Uhr beginnt der entscheidende Umlauf der Children. Im Anschluss werden die Mannschaftsmedaillen vergeben.
Als erste deutsche Starterin zauberte Jolie Kühner eine traumhafte Runde in die Bahn. Die 13-jährige Springreiterin vom Starnberger See pilotierte ihren Flummi Dialo bärenstark durch den Parcours. Alles blieb liegen, die erste wichtige Null für die schwarz-rot-goldene Truppe stand!
Als nächster Starter bewies sich Colin Sorg im Parcours von Gorla Minore. Der 14-jährige Springreiter aus Fronhofen legte mit seinem großen Schimmel Casillas ganz souverän los und meisterte im Sattel des Württembergers aus der familieneigenen Zucht alle Klippen problemlos. Auf der Schlusslinie kam Sorg allerdings ziemlich groß auf den letzten Oxer. Fehler am letzten, ärgerlich!
Auch Luise Konle sollte mit einem Fehler aus dem Parcours in Ziel kommen. Die 13-jährige Springreiterin aus Küps kam gleich in der ersten Hälfte des Parcours ungünstig zu einem Plankensprung aus einer Wendung. Nach dem Fehler fing sich Konle mit Dressed For Success allerdings schnell wieder, unbeirrt beendeten die beiden den Parcours in gewohnter Klasse.
Brianne Beerbaum besiegelte als letzte Starterin für die deutsche Equipe das Mannschafts-Ergebnis mit einer tadellosen Nullrunde. Ihr häuserspringender Carlucci zeigte sich in bestechender Form und berührte keine Stange.
Maximiliane Fimpel wird als Einzelstarterin in der laufenden Wertung antreten. Nach ihrer Nullrunde am Vortag, sollten es in der zweiten Prüfung zwei Fehler mit der neunjährigen Holsteiner Stute Cartagena aus der familieneigenen Zucht sein. Gleich am ersten Sprung fiel eine Stange, eine zweite folgte in der dreifachen Kombination. Mama Tanja Fimpel bestätigt „Der Einser war wirklich unnötig“, sie ist sich aber auch sicher, dass die Nerven der Kids bei dieser Atmosphäre sicherlich eine nicht unerhebliche Rolle spielen. (akb)
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