Waldachtal: Ein Turnier für Andy
Das Waldachtaler Springturnier auf der Reitanlage der Familie Brünz, das mittlerweile sicher wichtigste nationale Springturnier des Landes, hat dieses Jahr eine besondere emotionale Seite. Es ist seinem Gründer und langjährigen Turnierleiter Andreas Brünz gewidmet, der erkrankt ist und sich über die Turniertage in einer Tübinger Klinik befindet. Schon in einem Reiterbrief an alle Reiter hat der frühere Springreiter, Badenia-Sieger und allseits beliebte Schwarzwälder mitteilen lassen, dass ihm die Fortsetzung seins Turniers auch während seines Krankenstandes wichtig ist. Erst Recht sogar.
Wer in diesen Tagen die herrliche Reitanlage im Nordschwarzwald besucht, der spürt die Präsenz des quirligen Mannes bei jedem Schritt – trotz seiner körperlichen Abwesenheit. „Er hat sich gewünscht, dass dieses Turnier in der Form stattfindet, wie er es konzipiert hat“, erklärt sein Bruder Dirk, der für die Turnierleitung eingesprungen ist. Die ganze Familie und ein starkes Team halten die Qualität der Veranstaltung aufrecht. „Wir machen das auch für ihn“, beschreibt Dirk Brünz. Vater Roland Brünz ist erst Recht die gute Seele des Turniers, lässt sich die Sorgen um seinen Sohn nicht anmerken. Alle Reiter lassen Genesungswünsche ausrichten, denken an den Springreiter, den alle Andy nennen.
Am Richterturm bietet das Deutsche Rote Kreuz eine Typisierungsaktion an, die Reiter und Besucher stehen Schlange. Mit einer solchen Aktion werden potentielle Stammzellenspender ermittelt, um Leukämiepatienten helfen zu können.
Und es gibt bei diesem besonderen Turnier in Waldachtal auch eine soziales Projekt: Im Parcours steht ein Sprung es Projektes My Eisah, das Schulen und Kindergärten in Windhuk/Namibia fördert. Immer, wenn der Sprung fehlerfrei überwunden wird, stiftet das Unternehmen Pfalzgraf der Familie Brünz einen Betrag für My Eisah (rok/Foto: Julia Waldenmaier).
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