CHIO Aachen: Richard Vogel lässt heute keinen vorbei und verweist Jana Wargers auf Rang zwei, Michael Brauchle gewinnt den Marathon
Das wollte Richard Vogel nicht auf sich sitzen lassen. Gestern noch ließ er Jana Wargers im NRW-Preis unfreiwillig den Vortritt, heute war es dann genug mit der "Ladies first"-Höflichkeit. Im Allianz-Preis hatte Richard Vogel erneut den neunjährigen DSP-Wallach Cepano Baloubet gesattelt und diesmal klappte es auch mit dem Sieg. Im Stechen ließ er nichts anbrennen, nur nicht unnötig aufnehmen, alles im Fluss und aus dem Vorwärts. Der Fuchs machte super mit, die Uhr stoppte nach 38,87 Sekunden. Das war nicht zu knacken. Jana Wargers und die elfjährige Oldenburger-Stute Chacco's Lady 2 brauchten über drei Sekunden länger, da war klar, wie schnell Vogel durch den Parcours geflogen ist. Wargers wurde Zweite vor dem Franzosen Marc Dilasser. Cepano Baloubet hat mit diesem Sieg und dem zweiten Platz am Vortag seine Haferkasse ordentlich gefüllt. Gestern gab es 40000 Euro, heute nochmal 22500 on top.
Ebenso flüssig lief es für Michael Brauchle. Der Vierspänner-Fahrer war in der Dressur noch hinter den Erwartungen geblieben. Taktfehler im Schritt kosteten wertvolle Punkte. Glücklicherweise ist im Marathon Schritt eher weniger gefragt, das konnte Brauchle heute voll für sich nutzen. Nach 6,54 Minuten stoppte die Uhr, 105,54 Fehlerpunkte bekam er auf sein Konto. Das war der Sieg vor Boyd Exell (106,46) und Koos de Ronde (111,32). Damit liegt Brauchle in der Gesamtwertung nach beiden Disziplinen auf Rang drei hinter dem Niederländer Ijsbrand Chardon und dem führenden Exell. Das deutsche Team liegt im Nationenpreis an zweiter Stelle hinter den Niederlanden, Australien kommt auf Rang drei.
Bei den Jungen Reitern im Dressurviereck stand heute die Kür an. Moritz Treffinger und die Franziskus-Tochter Fracis Royal zeigten sich souverän zu Rihanna-Klängen, nachdem die Stute hin und wieder mit ihren Nerven zu kämpfen hatte. Daran haben sie offensichtlich erfolgreich gearbeitet. Treffinger war ob seiner Vorstellung so erfreut, dass er die letzte Grußaufstellung freudig jubelnd mehr oder minder ausließ. Das sollte die Bewertung nicht zu sehr drücken: Mit 74,285 Prozent wurde das Paar Fünfter. (mj)
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