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Samstag, 01.07.2023 um 16:46

Weilheim: Barbossa entscheidet das Finale der Hengste knapp für sich

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Mit Spannung wird alljährlich die Konkurrenz der drei- und vierjährigen Hengste erwartet. Dieses Jahr gingen zwei Hengste, jeweils einer aus dem Jahrgang 2019 und einer aus 2020, im Finale. Zum Champion wurde der jüngere von Beiden gekürt: Barbossa, der Sohn des Bohemian aus einer Gribaldi-Mutter. Der imposante Rappe stammt aus der Zucht von Christian Kraus und steht in Besitz von Thomas Casper. In Szene gesetzt wurde er von Anna-Lisa Schepper. Im Kommentar wiesen die Richter eindrücklich darauf hin, dass der Hengst natürlich weniger Erfahrung hat, da er ein Jahr in der Ausbildung hinter her ist im Vergleich zu seinem Mitbewerber. Der Trab war kraftvoll und gut aus dem Hinterbein vorgetragen, auch wenn vielleicht die letzte Gelassenheit und das letzte Durchschwingen fehlte, 8,0. Der Schritt war das Highlight der Vorstellung, fleißig abfußend mit viel Vortritt (8,5), der Galopp war schön gleichmäßig durchgesprungen und wies eine gute Schwebephase auf (8,0). Da sich der Hengst ausbildungstechnisch definitiv auf den richtigen Weg befindet gab es eine 8,0, für das Gebäude hatte Barbossa am Vortag die 9,0 erhalten. Mit einer 8,3 sicherte sich der Dreijährige knapp den Titel.

Vizechampion wurde Fred the Red v. Floriscount-Lord Leopold (Z.: Josef Staudenmayer, B.: Ellen Stengele) unter Hanna Stengele. Der wunderbar aufgemachte Fuchs erwies sich als wahrer Taktmeister, der Trab war von absoluter Gelassenheit und Gleichmaß geprägt, auch bei Zulegen veränderte sich nur der Rahmen (8,5). Der Schritt war fleißig und gut im Takt, die letzte Ergiebigkeit fehlte allerdings (7,5), der Galopp war super im bergauf angelegt und bot der Reiterin echte Wohlfühlmomente (8,5). Der Hengst arbeitet super mit seiner Reiterin zusammen und will gefallen, für die Ausbildung gab es die 8,5, für das Gebäude hatte er die 8,0 erhalten. Mit 8,2 musste sich Fred the Red knapp geschlagen geben. (mst)

Foto: Doma
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