Weilheim: Vjera tanzt zum Titel
Der Morgen bei den Landeschampionaten in Weilheim/Teck startete mit der Finalentscheidung bei den fünfjährigen Dressurpferden. Und gleich das erste Starterpaar sollte einen Auftakt nach Maß liefern: Chiara Göbel saß im Sattel der Vitalis-San Amour I-Tochter Vjera. Vjera stammt aus der Zucht des Gestüts Greim, in dessen Besitz sie unverändert steht. Und sie ist keine Unbekannte: Die aus der Landeszucht stammende Stute machte das erste Mal 2021 mit ihrem Auftritt im Rahmen der Franz-Strahl-Schäfer Schau auf sich aufmerksam. 2022 folgte dann Rang drei beim Landeschampionat der vierjährigen Stuten und Wallache und die Nominierung für das Bundeschampionat. Dort liefen Chiara Göbel und Vjera zur Höchstform auf und schafften es im starken Starterfeld ins Finale. Und auch heute stellte die junge Amazone die sympathische und bewegungsstarke Stute gewohnt einfühlsam vor. Vom ersten Trabtritt an zeigte sich Vjera sicher durch den Körper schwingend und gut im vorwärts, mit viel Schulterfreiheit und Ausdruck - 9,0 für den Trab. Der Schritt war sofort klar im Takt und fleißig, vielleicht an der Grenze zu eifrig, 8,0. Der Galopp war sicher im bergauf und gleichmäßig, man wünschte sich eventuell etwas mehr Elastizität, 7,5. Für die Durchlässigkeit gab es die 8,0, für den Gesamteindruck die 8,5 - macht im Endergebnis 8,2. Das bedeutete den Sieg in der Prüfung und zugleich der Titel "Landeschampion der fünfjährigen Dressurpferde"!
Rang zwei teilten sich gleich zwei vielversprechende Pferde aus der Landeszucht. Zum einen die Secret-Dancing World-Tochter Sally aus der Zucht von Frieder Heilemann und in Besitz von Andrea Schöler-Babic. Im Sattel Platz genommen hatte Jana Schrödter. Sally zeigte sich mit sehr gutem Takt im Trab, stets elastisch und durchlässig durch den Körper, etwas fleißiger hätte man sich den Trab vielleicht noch gewünscht (8,0.). Den Schritt zeigte sie gelassen schreitend (7,5), der Galopp war ausbalanciert und gut vor der Reiterin (8,0). Durchlässigkeit und Gesamteindruck wurden jeweils mit 8,5 bewertet, macht insgesamt eine 8,1. Die gleiche Endnote gab es für Sir Copperfield v. Secret-Belantis I (Z.: Heike Gehrung-Krauter, B.: Thomas Casper) unter Lisa Casper. Der Wallach gefiel mit seinem leichtfüßigen und ausdrucksstarken Trab (8,5), zeigte den Schritt gut im Takt aber mit etwas knappen Übertritt (7,0), der Galopp war immer im bergauf und erhaben (8,5), die Durchlässigkeit wurde mit 8,0 bewertet, der Gesamteindruck mit 8,5.Die drei besprochenen Pferde schafften allesamt die magische Hürde von 8,0 und lösten damit ihr Ticket zum Bundeschampionat. (mst)
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