Ilsfeld: Markus Kölz macht das Triple voll
Das war einfach nur gigantisch – zum Ilsfelder Wochenende fehlten Markus Kölz selbst die Worte. Schon zum Auftakt hatte er sich mit seinem treuen Dornadello am Freitag den Sieg im ersten S-Springen des Turniers gesichert. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Am Sonntagvormittag folgte der nächste S-Sieg, dieses Mal im Sattel der achtjährigen Stute Elisha und im Großen Preis von Ilsfeld ritt er dann mit Dornadello, wie soll es anders sein, natürlich erneut allen davon. Es ist einfach bewundernswert, in welch einer Form sich das Erfolgspaar aktuell befindet. Im Ilsfelder Stechen ließen sie wahrlich keine Zeit liegen und zeigten eine Runde wie aus einem Guss, gar ähnelte diese einem echten Stilspringen. Die Uhr blieb bei 36,89 Sekunden stehen und damit hatten sie sich den nächsten S-Sieg, genauer gesagt den Sieg im S**-Springen von Ilsfeld gesichert. Dabei verwiesen sie keinen Geringeren als Nationenpreisreiter Sven Schlüsselburg und seine Viceversa de la Roque auf den zweiten Platz. Schlüsselburg hatte vor heimischen Publikum ebenso alles risikiert. Doch die Zeit von 38,98 Sekunden sollte nicht ganz reichen. Auch Pascal Lindner gelang mit Platz drei ein toller Erfolg und fast eiferte er seiner Schwester Ann-Kathrin Lindner nach. Im Sattel seiner neunjährigen Stute Uljanka lieferte er im Stechen eine schöne Nullrunde (43,33 Sekunden), auch wenn er aufgrund des Alters seiner Stute noch nicht allzu enge Wendungen wählte. Dennoch verfügt er mit der Holsteiner Stute über ein vielversprechendes Talent. Lokalmatador Jan Müller wollte seinen Titel im Großen Preis von Ilsfeld verteidigen. Doch im Sattel seines Ciricu sollte es einfach nicht sein. Im Stechen kam er zu flach in die Dreifachkombination und auch am letzten Sprung fiel eine Stange. Am Ende stand ein dennoch guter vierter Platz (37,72 Sekunden). Christian Pfeifer mit Carl Günther (47,09 Sekunden) und Christopher Frazer mit Cidre (46,12 Sekunden) folgten auf den Plätzen fünf und sechs.
Im ersten S-Springen des Finaltages setzte sich, wie schon erwähnt, der Erfolgsreiter des Wochenendes, Markus Kölz mit seiner Elisha durch. Nachdem die beiden im Umlauf abwurffrei blieben, fiel im Stechen eine Stange. Doch ein fehlerfreies Stechen sollte auch keinem anderen Reiter gelingen, wodurch die Zeit von Markus Kölz (33,30 Sekunden) für den Sieg reichte. Jan Müller und seine Württembergerin Cute as Sugar kassierten nach einem fehlerfreien Umlauf im Stechen ebenso einen Abwurf und reihten sich mit 36,47 Sekunden auf dem zweiten Platz ein. Joachim Durst und Con-Tico kassierten nach einem abwurffreien Umlauf im Stechen zwei Abwürfe, was sie mit einer Zeit von 35,72 Sekunden auf den dritten Platz zurückwarf. Die Zeit hätte für den Sieg gereicht. Marian Müller mit Chapeau sowie Katharina Schlosser mit Quiet and surprise zeigten im Umlauf die zwei schnellsten Vierfehlerrunden und sicherten sich die Plätze vier und fünf. Zum Abschluss zeigten sich die Ilsfelder mit ihrem diesjährigen Turnier äußerst zufrieden und auch Erfolgsreiter Markus Kölz war des Lobes. „Beste Stimmung und optimale Bedingungen - Hier in Ilsfeld ist es immer wieder schön. Rasen ist vielleicht nicht mehr top modern, aber besser wie auf diesem Boden können die Pferde eigentlich gar nicht springen. Das Allerbeste an Ilsfeld ist immer das Publikum. Solch eine Stimmung wie hier hat man selten.“, fasste Markus Kölz abschließend zusammen. (msb)
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