Die nächste Sensation: Maximiliane Fimpel, Colin Sorg und Lea Sophia Gut fahren zur EM
Diese Woche jagt eine Sensation die andere: Nachdem gestern die Nominierungen für die Nachwuchs Europameisterschaften in der Dressur veröffentlicht wurden, kam es heute zur Nominierung der Nachwuchsspringreiter. Nach den Future Champions in Hagen hat die Arbeitsgruppe Nachwuchs des Springausschusses des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) die Paare für die Nachwuchs-EM in Gorla Minore nominiert. Und auch hier gibt es aus baden-württembergischer Sicht einige große Überraschungen. Maximiliane Fimpel und Colin Sorg werden vom 10. bis 16. Juli die deutschen Farben bei den Children vertreten. Lea Sophia Gut wird dem deutschen Team der Jungen Reiter angehören. Doch dem ist nicht genug: Bei den Children ist Collin Wenz mit GRC Acapella als zweite Reserve nominiert.
Maximiliane Fimpel und Colin Sorg gehörten auch bei den Future Champions in Hagen dem Nationenpreis-Team an. Die Berufsreiter Tochter hatte im Sattel ihrer selbstgezogenen Cartagena im ersten Umlauf eine blitzsaubere Nullrunde gezeigt. Im zweiten Umlauf fielen zwei Stangen. Ähnlich erging es Colin Sorg mit seinem Casillas, ebenso aus familieneigener Zucht. Im ersten Umlauf behielten die beiden eine weiße Weste und im zweiten Umlauf kassierten sie zwei Umläufe. Mit dem deutschen Team hatte es in Hagen für Rang drei gereicht. Doch schon im Vorhinein hatten Maximiliane Fimpel, letztjährige Siegerin im Finale des Nürnberger Burgpokals bei den German Masters, sowie Colin Sorg für etliche starke internationale Erfolge, auch im Rahmen von Einsätzen bei Nationenpreisen, gesorgt. Besonders Colin Sorg hatte spätestens beim Preis der Besten ordentlich auf sich aufmerksam gemacht, als er sich die Bronzemedaille schnappte. Dennoch ist die Nominierung eine kleine Überraschung, gar eine große Sensation. Übrigens kennen sich Fimpel und Sorg in Gorla Minore gut aus. Im Frühjahr hatten sie dort dem Nationenpreis-Team angehört und mit dem deutschen Team Gold geholt.
Dass Lea Sophia Gut zu Deutschlands besten Nachwuchstalenten im Parcours gehört, ist nicht neu. Schon zu Saisonbeginn hatte die 21-jährige Amazone dies unterstrichen. Im Rahmen der „PARTNER PFERD“ in Leipzig hatte Gut den „Goldenen Sattel“, einer der wohl deutschlandweit wichtigsten Nachwuchsprüfungen, gewonnen. Darauf folgten internationale Platzierungen und Siege, Nationenpreis-Einsätze, Platzierungen bei der Pferd International sowie zuletzt ein bärenstarker Einsatz im Nationenpreis-Team bei den Future Champions in Hagen. Hier hatte sie es als Schlussreiterin im zweiten Umlauf in der Hand und durfte sich im Sattel ihrer Canturia keinen einzigen Fehler leisten. Gut hielt dem Druck stand und bewies Nerven aus Draht. Auch Bundestrainer Peter Teeuwen war danach des Lobes: „Lea Sophia Gut hatte als Schlussreiterin den Druck Null zu bleiben und hat es Hundert prozentig auf den Punkt gebracht“. Spätestens nach diesem Auftritt ist ihre Nominierung nicht mehr allzu überraschend. In Gorla Minore darf sie zwischen ihren beiden Top-Pferden Canturia und Horse Gym’s Landinos wählen. (msb)
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