Zwei-Sterne-Sieg auf Teufel komm raus
Er ist eigentlich nicht der Sieg-Reiter, das ist eher sein älterer Bruder Jochen. Jetzt hat sich Thomas Teufel aber ein Herz gefasst. Im Großen Preis von Schutterwald, immerhin mit 8000 Euro dotiert und mit zwei Sternen ausgestattet, wuchs der jüngste der drei Teufels-Brüder aus Altenheim in der Ortenau, Betriebswirt und Schnapsbrenner, ganz ungewohnt über sich hinaus. Im Sattel seines zehnjährigen Holländers Illudinos blieb Thomas Teufel als einziger Reiter im Normalparcours und der Siegerrunde ohne einen Abwurf – und war so nicht zu schlagen. Es war der erste Zwei-Sterne-Sieg und der zweite S-Sieg überhaupt in der Laufbahn des zurückhaltenden jungen Teufels, jedenfalls der bislang größte Erfolg seiner Reiterzeit.
Fünf Paare hatten die Siegerrunde erreicht. Timo Beck und seine Mirabel nahmen als einzige einen Abwurf, also vier Fehler, mit ins Finale. Dort blieben sie aber ohne „Klotz“ und am schnellsten, so dass sich der starke Jockey auf Rang zwei vorkämpfte. Die Pferde-Rechtsanwältin Franziska Ritter, sehr beständig, platzierte ihre 14-jährige Stute Chilli Chianti auf dem dritten Rang als beste Amateurin, wie so oft in letzter Zeit.
Armin Schäfers Rappstute Baluna traf nach einer blitzsauberen ersten Runde in der Siegerrunde gleich den ersten Sprung; sie wurden vierte vor Carsten Kurz aus Buggingen, dem mit seinem besonderen neunjährigen Schimmel Limp Bizkit original das gleiche Missgeschick widerfuhr. Bei einem Zwei-Sterne-Sieg in Schutterwald hätte Carsten Kurz, ebenfalls lupenreiner Amateur, alle Kriterien für das Goldene Reitabzeichen erfüllt. Es blinkt schon um die Ecke.
Interessant: Der am Bodensee wohnende und für die Schweiz startende Busch-Championatsreiter Felix Vogg ist hierzulande jetzt immer öfter im Parcours zu sehen. Dort gibt er jeweils ein sehr elegantes Bild ab, in Schutterwald im Sattel des feinen Holsteiners Camerino Blue. Vogg wird übrigens von Altmeister Hauke Schmidt trainiert.
Zuvor hatten am Schutterwalder Finaltag Michael Herhalt und Anastasia Wetzstein jeweils S-Springen gewonnen. Herhalt im Sattel der Württemberger Stute Demi Moore, die er in Urlaubsvertretung für seinen Freund Dominik Klingele vorstellte. Und die 21-jährige Schülerin von Kurt Maier das U21-Springen, wieder mal mit ihrer pfeilschnellen Stute Galita. Ihre Freude und Dankbarkeit für diesen Sieg mitzuerleben, war alleine eine Reise in die Ortenau wert. Lokalmatador Nick Armbruster kam sogar mit zwei Pferden ins Stechen, musste aber dann im Zweikampf mit der rasenden Galita zuviel riskieren und wurde mit Culture Dritter vor Elena Reitzner mit Irish Coffee und Julian Holzmann mit Iberia. (rok/Foto: Kim Altmeyer)
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