Schwaigern: Jerome Schaack siegt in der S*-Dressur
In Schwaigern wurde erstmals eine S*-Dressur auf 40 Meter ausgeschrieben. Diese entschied Jerome Schaack im Sattel von Happy Harley für sich. Die Jury hatte für die beinah tadellose Vorstellung 68,419 Prozent vergeben. Der 15-jährige Hannoveraner Hochadel-Nachkomme folgte den Hilfen seines Reiters aufmerksam und hochkonzentriert und gehörte zweifelsohne auch mit seiner Grundqualität zu den besten Pferden des Feldes. Pferdewirtschaftsmeister Jerome Schaack, der seit Februar im Dressurstall Burger-Neubert tätig ist, bildet mit Happy Harley aus dem Besitz von Birgit Renn bald drei Jahre ein Team. Zuletzt platzierte sich das eingespielte Duo in den S-Dressuren von Zaisenhausen und Walldorf.
Mit 67,222 Prozent rangierte Lea-Isabel Krockenberger mit ihrem Württemberger Wallach Soloniki (Z.: ZG Gabriele u. Michael Schilling) auf Rang zwei. Gegenüber der Konkurrenz punktete die junge Ilsfelderin mit einer fehlerfreien Vorstellung, lediglich in den Galopp-Pirouetten wackelte der Sirtaki-Nachkomme etwas. Auf Rang drei trabte Doris Heizmann mit dem Oldenburger Hot Choclate. Chefrichter Julius Schmeer bei C sah die beiden gar auf Position eins, seine Kollegen Bärbel Lüdecke sowie Holger Plogsties dagegen auf Rang sieben. Zu gefallen wusste auch Finest Dance unter seiner Besitzerin Caroline Budischowsky auf Rang vier, vor Valeska Vees mit dem Württemberger Shadow (Z.: Karl Döpfner) auf Rang fünf.
Der Reitverein Schwaigern blickt höchst zufrieden auf seine „Dressur-Premiere“ in der schweren Klasse zurück, denkt gar darüber nach den Dressurbereich im nächsten Jahr weiter auszubauen. Der zweite Vorstand, Oliver Schmiech, erklärt: „Die hohe Nachfrage in den Dressurprüfungen hat uns gezeigt, in welche Richtung es gehen soll. Ich denke wir werden die Dressur im nächsten Jahr auf vier Tage ausweiten und die Springprüfungen auf zwei Tage zusammenziehen.“ Während die Dressurprüfungen gut besucht waren, hatte man sich im Parcours den ein oder anderen Starter mehr gewünscht. Ob das Rasengeläuf daran „Schuld“ wat, wagen die Verantwortlichen zu bezweifeln. „Wir merken es ja selbst, unser Stall hat sich über die letzten Jahre auch zum Dressurstall gewandelt. Die Springstunden werden kaum noch nachgefragt.“ zieht Vorständin Katrin Storch Resümee. Nachdem der ehemalige, sehr geschätzte Vorstand Rolf Ruch zu Beginn des Jahres verstorben war, tritt seine Stieftochter Katrin Storch, die bereits seit 15 Jahren im (Jugend-) Vorstand des Vereins tätig ist, das große Erbe an. Vor dem Hauptspringen des Sonntags, einem M*-Springen als Gedächtnisspringen für den Verstorbenen ausgeschrieben, gedachten die Vereinskameraden sowie die Zuschauer in einer würdevollen Schweigeminute an Rolf Ruch. Gewonnen hatte dieses Pia Semler auf dem Hannoveraner Wallach Dinozzo. (akb)
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